Neu: "Sicherheits- und Servicepaket für Radfahrer" auf der Großglockner Hochalpenstraße

Mehr Sicherheit und Komfort für alle Straßenbenützer durch ergänzende Sicherheitsmaßnahmen

Salzburg (TP/OTS) - Die Großglockner Hochalpenstrasse gehört zu den begehrtesten Zielen für Radfahrer aus Österreich und den angrenzenden Ländern. Im Verlauf der letzten 15 Jahre hat sich die Anzahl der Radfahrer auf ca. 20.000 vervielfacht. Diese erfreuliche Entwicklung macht zusätzliche verkehrslenkende und die Sicherheit fördernde Maßnahmen erforderlich, damit auch weiterhin alle Benützer der Großglockner Hochalpenstraße ein sicheres und unvergessliches Erlebnis genießen können.

Abgesehen von den erhöhten Sorgfaltspflichten der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) auf Grund vertraglicher Haftung, ist es ein wesentliches Bestreben der GROHAG, ein Ansteigen der Gefahrensituationen und Unfälle mit Radfahrbeteiligung zu vermeiden.

Aus diesem Grund und in Erfüllung des einstimmigen Beschlusses des Aufsichtsrates hat die GROHAG in Zusammenarbeit mit den wesentlichen Experten aus ganz Österreich ein umfangreiches "Sicherheits- und Servicepaket für Radfahrer" entwickelt.

Kernaspekte der darin enthaltenen Sicherheitsmaßnahmen für Radfahrer, die für alle Verkehrsteilnehmer zu einer verbesserten Sicherheitssituation führen werden, sind

  • die intensive Information der Radfahrer anhand einer Sicherheitskarte sowie auch der Motorradfahrer (Sicherheitstipps)
  • ein Unfallversicherungspaket für Radfahrer zu einem geringen Entgelt (wahlweise) sowie
  • die wirksame Lenkung der Radfahrer von der verkehrsreichsten Zeit (9.00 bis 15.00 Uhr) zu den Tagesrandzeiten.

Daher wird die mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und dem Bundesministerium für Inneres (Polizei) entwickelte Sicherheitskarte ("Tipps für Radfahrer" und "Tipps für Motorradfahrer") sowie eine freiwillige Unfallversicherung zum Preis von 1,- Euro (pro Tag) allen Radfahrern angeboten bzw in der Zeit von 9.00 bis 15.00 Uhr (Hauptverkehrszeit) ein Tarif von 5,- Euro (Versicherungspaket inkludiert) eingehoben.

In den Tagesrandzeiten (Nebensaison ab Anfang Mai: 6.00 bis 9.00 bzw. 15.00 bis 20.00 Uhr; Hauptsaison 5.00 bis 9.00 und 15.00 bis 21.30 Uhr) bleibt die Nutzung der Großglockner Hochalpenstraße entgeltfrei. Die Nutzung der Straße zu diesen Zeiten ist vor allem im Interesse der Radfahrer selbst, da sie in diesen Zeiträumen die Straße mit wesentlich weniger motorisierten Verkehrsteilnehmern teilen müssen. Für alle Radfahrer ist auch die Benutzung der übrigen Infrastruktur entlang der Straße (Ausstellungen, Duschen, Biker-Safes, Radständer, Umkleiden usw) selbstverständlich kostenlos.

Die Umsetzung der Maßnahmen ist bereits voll im Gange. Mit der Eröffnung der Straße Anfang Mai 2011 tritt das "Sicherheits- und Servicepaket für Radfahrer" in Kraft.

Historisches:

Der bei der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße im Jahre 1935 gültige Radfahrertarif betrug 1,- Schilling, was wertangepasst einem Gegenwert von heute von ca. 10 EURO entspricht. Im Jahre 1967 wurde von einer personenbezogenen Maut und damit von einem generellen Radfahrerentgelt auf der Großglockner Hochalpenstraße abgesehen.

Das "Sicherheits- und Servicepaket für Radfahrer" im Detail:

Sicherheitsmaßnahmen "neu":
- Ergänzende Beschilderung für Radfahrer "Nicht nebeneinander fahren"
- Sicherheitskarte mit Sicherheitstipps für alle Zweiradfahrer (entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und der Polizei
- Unfallversicherung für jeden Radfahrer während der Hauptverkehrzeit und freiwillig zu einem günstigen Tarif für Radfahrer, die zu Tagesrandzeiten die Straße befahren (siehe:
http://www.grossglockner.at/radfahrer)
- Verkehrslenkung über Reduktion der Radfahrerfrequenz in der Hauptverkehrszeit
- Eigene Spur mit Ticketautomat ermöglicht Frequenzzählung betreffend Radfahrer und damit Reaktionsmöglichkeit für mögliche weitere Sicherheitsmaßnahmen

Servicemaßnahmen "neu":
- Umkleidemöglichkeiten für Radfahrer an der Kassenstelle Ferleiten sowie Fuscher Törl und am Hochtor
- Duschen für Radfahrer im Bereich der Kassenstelle Ferleiten (neben Parkplatz)
- Bikersafes für die Wertgegenstände der Radfahrer an zahlreichen Aussichtsstandorten
- Radständer bei allen Shops der GROHAG
- "Radfahrer-Pickerl" für alle Radfahrer kostenlos
- Zeitnehmung "Glocknerkönig-Strecke" (samt Urkunde) für die Radstrecke Ferleiten - Fuscher Törl für die Zeit der Tagesrandzeiten reaktiviert und adaptiert (Unkostenbeitrag 2,- Euro wie bisher)

Zitate:

Folgende Experten wurden in die Entwicklung des "Sicherheits- und Servicepakets für Radfahrer" im Zeitraum von September 2010 bis Jänner 2011 eingebunden und haben am vorliegenden Ergebnis einen wesentlichen Anteil:

Dr. Rainer KOLATOR, KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit):
"Die von uns mit der Polizei entwickelte Sicherheitskarte gibt den Radfahrern Verhaltenstipps für ihre Sicherheit. Besonders sinnvoll ist es, dass die Radfahrer die verkehrsärmeren Tagesrandzeiten - also vor 9.00 Uhr und ab 15.00 Uhr - ausnutzen. Das bringt neben mehr Sicherheit auch mehr Fahrvergnügen für die Radfahrer."

DI Oliver SCHMEROLD, Generalsekretär des ÖAMTC:
"Wir legen Wert darauf, dass Radfahrer besser sichtbar werden und die Sicherheitstipps für Radfahrer auf der Großglockner Hochalpenstraße beachten."

Prim. Univ.-Prof. Dr. Harald HERTZ, Vizepräsident des ÖAMTC:
"Wir empfehlen den Radfahren auf der Glocknerstraße: raus aus der Hauptverkehrszeit, Helm aufsetzen und gut sichtbare Kleidung tragen -das kann Leben retten!"

Oberst Friedrich SCHMIDHUBER, Leiter Verkehrsabteilung (Landespolizeikommando Salzburg):
"Die bislang verstärkte Radfahrer Frequenz führt mit Sicherheit zu einem erhöhten Verkehrssicherheitsrisiko und in weiterer Folge unweigerlich zu einem erhöhten Unfallaufkommen. Daher die konkreten Maßnahmen erforderlich."

"Die Tatsache, dass hier Maßnahmen gesetzt werden, um das Bewusstsein der Radfahrer in Richtung Sicherheit zuschärfen, ist jedenfalls sinnvoll."

Rudolf MASSAK, Generalsekretär des ÖRV (Österr. Radsportverband):
"Wir haben die Anregung mit einem eigenen Verkehrsschild "Nicht nebeneinander fahren" von der Fahrrad-Insel Mallorca eingebracht und sind mit der Umsetzung sehr zufrieden."

"Neben der Verkehrslenkung sind vor allem die Umkleidemöglichkeiten und Duschen für Radfahrer vorbildlich und ein tolles Signal in Richtung: Radsportler und Sicherheit schließen einander nicht aus!"

Dr. Christian HEU, Generaldirektor der GROHAG (Großglockner Hochalpenstraßen AG):
"Die ausgearbeiteten und nunmehr festgesetzten Maßnahmen sind die Grundlage für ein sicheres und faires Miteinander von allen Verkehrsteilnehmern auf der Großglockner Hochalpenstraße."

"Das Sicherheitspaket für Radfahrer wird für mehr Sicherheit und Komfort auf der Großglockner Hochalpenstraße sorgen."

"Nützen Sie als Radfahrer die Straße außerhalb der Hauptverkehrszeit - also bitte vor 9.00 bzw nach 15.00 Uhr - für mehr Sicherheit und Komfort. Wir haben von Anfang Mai bis Anfang November von 5.00 bis 21.30 bzw. von 6.00 bis 20.00 Uhr für Sie geöffnet."

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im AOM/Original Text Service sowie im Volltext der Aussendung auf http://www.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Patricia Lutz
Großglockner Hochalpenstraßen AG, Rainerstraße 2, 5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 87 36 73 - 16 bzw.
Mobil: +43 (0)664 531 94 69
lutz@grossglockner.at
http://www.grossglockner.at

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