Sondersteuer auf alkoholische Getränke in Lokalen - Tourismuswirtschaft: "Schnapsidee"

WKÖ-Tourismusobmann Schenner gegen "Frontalangriff auf eine ganze Branche" - "Besondere Perfidie: Einnahmen sollen nicht zweckgewidmet verwendet werden müssen"

Wien (OTS/PWK147) - "Es gibt wohl kaum plumpere Ideen, mit denen
den Menschen in Österreich das Geld aus der Tasche gezogen werden soll als eine Sondersteuer auf alkoholische Getränke. Das ist eine -im wahrsten Sinne des Wortes - Schnapsidee und ein Frontalangriff auf eine ganze Branche. Damit sollen Gastronomie und Hotellerie in Österreich und deren Gäste bloß aufs Schamloseste zur Kasse gebeten werden", sagt Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKÖ: "Dagegen tritt die rot-weiß-rote Tourismuswirtschaft vehement auf und wird sich dagegen wehren."

Zehntausende Betriebe und deren Gäste sollen mit dieser Sondersteuer akuten Finanznöte von Gemeinden lindern. "Die Gemeinden verfolgen zur Budgetkonsolidierung scheints eine Dracula Strategie:
einfach die Eckzähne spitzen und in den nächsten Hals beißen. Das Einzige, was aber am heutigen Tag fest steht ist, dass die Bürgermeister jener Gemeinden, die diesen Vorstoß unternommen haben, jetzt öffentlich gemacht haben, nämlich dass sie nicht mit Geld umgehen können. Man kann nicht nur In der Privatwirtschaft auf Dauer nicht mehr ausgeben als einnehmen.

Dass Gemeinderäte argumentieren, dass mit dieser Sondersteuer etwas gegen Alkoholmissbrauch unternommen werden soll, hält die Tourismuswirtschaft für ein Feigenblatt-Argument: "Es ist an der Zeit, dass die Politiker ehrlich argumentieren. Weil es geht ums Geld, und zwar nur ums Geld", konstatiert Schenner. "In der Petition ist nämlich dezidiert festgehalten, dass die Alkoholsteuer nicht zweckgewidmet werden muss. Stattdessen werden Selbstdarstellungsprojekte finanziert, damit der Bürgermeister regelmäßig aus irgendeinem Inserat lachen kann. Das ist in diesem Zusammenhang eine besondere Perfidie, für so dumm kann uns keiner mehr verkaufen", so der Tourismusobmann.

"Ich erwarte mir von der heimischen Politik - insbesondere von Finanzminister Josef Pröll und Finanzstaatssekretär Andreas Schieder - ein klares Statement, dass diese 'Frotzelsteuer' nicht kommt", so Schenner abschließend. (JR)

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