ÖHV Burgenland verlangt Erhöhung der Marketingbeiträge von Land und Gemeinden

Jandl: Keine Budgetsanierung zu Lasten der Tourismuswirtschaft!

Burgenland (TP/OTS) - Eine einseitige Erhöhung der Kosten für die gemeinsamen Marketingaktivitäten ist für ÖHV-Landesvorsitzenden Jandl unvorstellbar. Er wünscht sich ein neues partnerschaftliches Modell, das die Leistung und die partnerschaftliche Finanzierung sicherstellt: "Die jetzige Erhöhung darf kein Freibrief für künftige Einsparungen auf dem Rücken der Tourismusbetriebe sein!"

"Wenn der Landtag die Hotellerie zur Kasse bittet, muss klar sein wofür", erklärt Bert Jandl, Landesvorsitzender der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) im Burgenland. Die kolportierte Aufteilung der Mehreinnahmen sei nicht nachvollziehbar: 17 Prozent davon sollen an die Gemeinden gehen: "Da fragen wir uns schon wofür: Wir haben die steigenden Ausgaben der Gemeinden nicht verursacht, sondern bringen ihnen im Gegenteil viel Geld!"

Jandl verlangt Qualitätsgarantie und sichere Budgets

Die Hotellerie steht zu professionellem Marketing, von der die gesamte Region profitiert. "Für diese Summen erwarten wir von den Tourismuseinrichtungen aber perfektes Service", so Jandl. Er fordert daher den Landtag auf, auch die Marketingbeiträge von Land und Gemeinden anzupassen: "Die Belastung einseitig zu erhöhen und selbst nur noch mehr kassieren zu wollen, das geht nicht", verlangt Jandl eine Garantie des Landes, dass die Marketingbeiträge in den kommenden Jahren entsprechend erhöht werden: "Das zahlt sich auch aus." Dass die Ortstaxe seit Jahren nicht erhöht wurde, sei kein Argument für die Erhöhung, der Verweis auf wegfallende EU-Mittel auch nicht: "Man kann nicht einfach Preise erhöhen, nur weil man das schon lange nicht getan hat!"

Haushaltsführung überdenken statt Steuern erhöhen

"Von unseren Großinvestitionen in die Angebots- und Strukturverbesserung profitiert die ganze Ostregion, und wir werden das noch lange abzahlen. Dafür erwarten wir keine Dankbarkeit, aber die Belastungen noch zu steigern, das geht zu weit", so der Landesvorsitzende. Für die Sanierung der Gemeindekassen sieht er in den Bilanzen der Betriebe ebenso wenig Spielraum wie für die Weitergabe der Mehrbelastung an den Gast: "Dafür ist der Wettbewerb zu hart. Aber auf nichts anderes läuft diese Erhöhung hinaus." Die burgenländische Hotellerie habe im Einvernehmen mit der Landesregierung und der Burgenland Werbung eine Tourismusstrategie mitgetragen, die sich eine nachhaltige Qualitätssteigerung zum Ziel gesetzt hat. "Davon ist jetzt bei dieser Diskussion keine Rede mehr", kritisiert Jandl.

Vorbild Deutschland

Generell empfiehlt Jandl, bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für Unternehmen die ökonomischen Grundregeln zu beachten: "Bei uns werden ständig Steuern erhöht, neue erfunden und das Inkasso an die Unternehmer ausgelagert. Deutschland dagegen forciert mit der 7%igen Mehrwertsteuer Preissenkungen, Nächtigungen und Investitionen und profitiert davon immens. Vielleicht sollte unsere Politik einmal darüber nachdenken."

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe, davon 27 im Burgenland, nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten -das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Logisumsatz von ca. 900 Mio. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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