Nationalpark Hohe Tauern richtet Wissenschaftlichen Beirat ein

Matrei in Osttirol (TP/OTS) - Um die Ziele eines international anerkannten Nationalparks zu erreichen, setzt der Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten, Salzburg und Tirol sowohl auf Wissenschaft und Forschung als auch Naturraum Management und Bildung. Grundlage für seine Forschungsaktivitäten bildet das Forschungskonzept. Zum Zwecke der strategischen Beratung des Nationalparks in wissenschaftlichen Fragen wurde nun ein Wissenschaftlicher Beirat eingerichtet.

Direktoriumsvorsitzender des Nationalparkrates, Mag. Peter Rupitsch, betont die Wichtigkeit des Beirates: "Die Hohen Tauern haben eine lange Forschungstradition. Angetrieben durch den wissenschaftlichen Pioniergeist begann die Erforschung des Gebietes schon im 18. Jahrhundert. Der Wissenschaftliche Beirat soll dem Nationalpark Hohe Tauern zukünftig für wissenschaftliche und forschungsbezogene Tätigkeiten und Vorhaben zur Seite stehen."

Schwerpunkte des Wissenschaftlichen Beirates werden die fachliche Beratung des National-park Direktoriums hinsichtlich Strategieentwicklung und Qualitätssicherung im Bereich der Nationalpark Forschung sein, weiters wird der Aufbau eines internationalen Forschungsnetzwerkes forciert.

Die kürzlich statt gefundene, konstituierende Sitzung diente der Beschlussfassung der Geschäftsordnung sowie der Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters. Für die erste Periode von fünf Jahren wurde Univ.-Prof. Dr. Leopold Füreder von der Universität Innsbruck als Vorsitzender gewählt. "Das Schutzgebiet des Nationalparks Hohe Tauern bietet für die Wissenschaft einen großen Schatz an Betätigungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Erforschung von Gebirgslebensräumen und deren Biodiversität, das Entschlüsseln von Naturprozessen, die Dokumentation von Klimaveränderungen. Der wissenschaftliche Beirat sieht sich hier als Forum und Impulsgeber für eine international ausgerichtete Forschungslandschaft.", so der Beirats-Vorsitzende.

Als erste Ergebnisse wurden folgende Aufgaben als prioritär beschlossen:

  • Erarbeitung eines Konzeptes zur signifikanten Verbesserung der Veröffentlichung der Forschungsarbeiten und -ergebnisse sowie
  • Erarbeitung eines Konzeptes inkl. Katalog der wichtigsten Forschungsfragen für ein repräsentatives Monitoring (Langzeitbeobachtung, Erfolgskontrolle) zum gesamten Schutzgebiet.

Die nächste Sitzung wird am 04. Oktober 2011 in Mallnitz stattfinden. Die Konzepte sollen bis dahin bereits vorliegen.
Die acht stimmberechtigten Mitglieder des Beirates setzen sich international zusammen: Deutschland (1), Schweiz (2) und Österreich (5). Sie repräsentieren sowohl die nationale als auch die alpenweite Forschung und bringen vielfältige Erfahrungen aus naturwissenschaftlichen und angewandten Disziplinen, wie z.B. Wildökologie, als auch aus dem Bereich der Forschungsförderung ein.

In den Beirat nominiert wurden folgende Vertreter: Dr. Wolfgang Scherzinger (Zoologe und Ökologe, Bischofswiesen), Dr. Thomas Scheurer (Geschäftsführer des Internationalen Wissenschaftlichen Komitees Alpenforschung, Akademien der Wissenschaften Schweiz, Bern), Univ.-Prof. Dr. Christian Körner (Botaniker und Hochgebirgsökologe, Universität Basel), Dr. Christian Smoliner (Abteilungsleiter Umweltsystemwissenschaften, Forschungs- und Bildungskooperationen, Bundsministerium für Wissenschaft und Forschung, Wien), Dr. Günter Köck (Leiter der nationalen Forschungsprogramme, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien), Univ.-Prof. Dr. Leopold Füreder (Zoologe und Gewässerökologe, Universität Innsbruck), Univ.-Prof. Dr. Friedrich Reimoser (Wildökologe, Veterinärmedizinische Universität Wien), Dr. Helmut Zwander (Präsident des Naturwissenschaftlichen Vereines für Kärnten, Klagenfurt).

Für weitere Informationen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Kristina Bauch, Nationalpark Hohe Tauern, Tel: 06562 40849-31

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Nationalpark Hohe Tauern
Tel.: +43 (0)4875 5112-23 (-21 Fax)
nationalparkrat@hohetauern.at
www.hohetauern.at

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