Suonen im Wallis: Historisches Erbe, sagenhafte Wanderungen

Wien (TP/OTS) - Suonen erfüllen im sonnenreichen Wallis seit Jahrhunderten eine wichtige Funktion in der Landwirtschaft, laden aber auch zu Wanderungen ein. Die traditionellen Bewässerungskanäle sollen in die Liste des Unesco-Kulturerbes aufgenommen werden.

Die Jahrhunderte alten Suonen, die das Gletscherwasser fassen und auf die trockenen Felder der Walliser Bauern führen, gehören zu den eindrücklichsten Bauwerken in den Alpen. Bau und Unterhalt der Leitungen waren im Gemeinwesen organisiert, der Wassergebrauch in einem bestimmten Gebiet mit der "Wasserkehrordnung" geregelt und die Rechte aller damit gleichmässig verteidigt.

Die Amerikanerin Elinor Ostrom wurde 2009 als erste Frau mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet, weil sie aufgezeigt hatte, wie gemeinschaftliches Eigentum von Nutzerorganisationen erfolgreich verwaltet werden kann. Bei ihren Untersuchungen spielte die Walliser Gemeinde Törbel und deren Regelung der "Wasserkehrordnung" eine zentrale Rolle.

Seit Jahrhunderten folgt der Bergmensch der heilbringenden Wasserader. In den letzten Jahren hat sich das bewährte Bewässerungssystem mehr und mehr in attraktive Wanderrouten gewandelt. Das historische Erbe wird von vielen Gemeinden aufwendig gepflegt, wo notwendig restauriert und wieder mit Wasser geflutet. Im Wallis sind heute rund 200 Suonen erhalten, 160 davon führen immer noch Wasser.

Die Wanderungen entlang von Suonen reichen von eher kurzen Strecken bis zur ausgedehnten Tagestour, meistens ohne starkes Gefälle und damit für jedes Alter geeignet. Suonen sind ein Stück Walliser Geschichte, ein Erbe, das die Landschaft eindrücklich prägt. Auf ihren Pfaden, weitab der Alltagshektik, lässt sich das Wallis aus einer malerischen Sicht entdecken. Die Suone von Nendaz nach Saxon, erbaut im Jahr 1863, ist mit 32 Kilometern der längste Bewässerungskanal im Wallis.

Ab Sommer 2011 sollen die Suonen nun ihr eigenes Museum bekommen. Bei Ayent, in einem Gebäude des 17. Jahrhunderts, werden sich Besucher auf drei Stockwerken über dieses Walliser Kulturerbe informieren können.

Weitere Informationen: http://www.wallis.ch, http://www.suone.ch, http://www.suonenmuseum.ch

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