Zuerst NÖ, jetzt Burgenland, was dann? Hotellerie solidarisch gegen bundesweite Belastungswelle!

Branche braucht Rückhalt gegen Burgenlands "Wirtschaftspolitik"

Wien (TP/OTS) - ÖHV (Wien): Hoteliers aus ganz Österreich stellen sich geschlossen hinter die Hoteliers im Burgenland, denen mit der Ortstaxen-Erhöhung um 2/3 eine massive Belastung droht.

Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner bekam auf der Tourismuskonferenz in Linz für seine aktive Wirtschaftspolitik Applaus: Er will sich die Auswirkungen der Flugabgabe noch einmal genauer ansehen. Von den Ländern wird dieser Kurs aber durch massive Erhöhungen der Ortstaxen in Niederösterreich durch Landesrätin Dr. Petra Bohuslav (ÖVP) und im Burgenland durch Landesrätin Mag. Michaela Resetar (ÖVP) konterkariert.

ÖHV: Für eine Wirtschaftspolitik, die diesen Namen verdient!

Mit der Novelle zum Tourismusgesetz will Resetar die Ortstaxe um 2/3 erhöhen. Für den Tourismus stehen deswegen aber nicht mehr Mittel zur Verfügung. "Das hat mit Wirtschaftspolitik nichts zu tun, das ist ganz simple Belastungspolitik. KMU müssen dafür draufzahlen, dass anderswo Hunderte Millionen in Baustellen versickern. KMU werden vor vollendete Tatsachen gestellt, Kritik vom Tisch gewischt", kritisieren Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Jetzt ist Solidarität gefragt!

Das ÖHV-Präsidium fordert Österreichs Tourismuswirtschaft und die Spitzen der Wirtschaftspolitik dazu auf, sich geschlossen hinter die Anliegen ihrer Kollegen im Burgenland zu stellen, an deren Spitze ÖHV-Landesvorsitzender Bert Jandl an Resetar appelliert, die Novelle zurückzuziehen oder zu ändern: "Zurück an den Start!"

"Im Burgenland geschieht dasselbe wie im Vorjahr in Niederösterreich: Die Hoteliers werden vor vollendete Tatsachen gestellt und müssen höhere Abgaben leisten, die sie nicht an die Gäste weitergeben können und wollen. Das ist problematisch und führt zu einer weiteren Ausdünnung der derzeit ohnehin sehr dürftigen Betriebsergebnisse." - Alexander Ipp, ÖHV-Vizepräsident, Landesvorsitzender ÖHV Niederösterreich

"Das darf nicht zu einer Vorlage für die anderen Bundesländer werden. Wir brauchen ein deutliches Signal der Branche, dass wir diese Vorgangsweise nicht unterstützen." - Michaela Reitterer, Landesvorsitzende ÖHV Wien

"Ich bin froh, dass die Kärntner Tourismuspolitik sich nicht an der Belastungspolitik von Niederösterreich oder dem Burgenland orientiert. Wir müssen zeigen, dass es einen anderen Weg gibt." -Simone Ronacher, Landesvorsitzende ÖHV Kärnten

"Die Branche muss in so eine Entscheidung einbezogen werden und es muss ganz klar festgeschrieben werden, dass die Mittel ausschließlich dem Tourismus zur Verfügung stehen." - Roland Ballner, Landesvorsitzender ÖHV Oberösterreich

"Wer kommt als nächstes? Salzburg? Ich erwarte von jedem Tourismuspolitiker und Vertreter der Wirtschaft, dass er sich für die Kollegen im Burgenland einsetzt. Wer jetzt wegschaut, schadet der Branche." - Walter Veit, Landesvorsitzender ÖHV Salzburg

"Jeder, der im Tourismus Einfluss hat und etwas auf sich hält, muss sich jetzt zu Wort melden. Wer jetzt nicht ein deutliches Zeichen setzt, ist fehl am Platz." - Manfred Furtner, ÖHV-Vizepräsident und Landesvorsitzender ÖHV Tirol

"Wir brauchen ganz dringend einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik. Wer ständig nur an der Steuerschraube dreht, würgt den Wirtschaftsmotor ab." - Erwin Paierl, Landesvorsitzender ÖHV Steiermark

"Hier steht ganz klar der Tourismus im Fokus einer Belastungspolitik, die kein Ende nimmt: Zuerst hat der Bund die Flugabgabe eingeführt und die Energieabgabenvergütung abgeschafft. Jetzt sollen wir mit den Ortstaxen-Erhöhungen die Länder- und Gemeindekassen füllen. Wer soll die Ankündigungen von Entlastungspolitik, Steuersenkungen, Lohnnebenkostensenkungen noch ernst nehmen?" - Mag. Gregor Hoch, Landesvorsitzender ÖHV Vorarlberg

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Logisumsatz von ca. 900 Mio. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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