Schenner: "Mit einem blauen Auge davongekommen, Schneekanone sei Dank!"

Osten Österreichs rettet die Winterbilanz, Einbußen in den Wintersportdestinationen

Wien (TP/OTS) - "Mit einem blauen Auge davongekommen, Schneekanone sei Dank!", kommentiert Hans Schenner, Tourismusobmann in der Wirtschaftskammer (WKO), das heute von der Statistik Austria gemeldete vorläufige Ergebnis der Wintersaison 2010/11 (November 2010 bis April 2011). Im vergangenen Winter wurden 62,04 Mio. Nächtigungen gemeldet, nach den letzten drei Saisonen das vierthöchste Ergebnis seit den statistischen Aufzeichnungen. Gegenüber der letzten Wintersaison entspricht dies aber einem Nächtigungsrückgang von 1,1 Prozent.

In der tieferen Analyse zeigt sich jedoch, dass diesmal der Osten Österreichs das Gesamtergebnis gerettet hat. Das extrem gute Abschneiden von Wien (+6,1%), Oberösterreich (+2,6%) und Niederösterreich (+2,0%) bis hin zum Burgenland (+0,2%) überdeckt das Minus in den klassischen Skisportdestinationen. So müssen im Vergleich zum Winter 2009/2010 Vorarlberg (-4,7%) oder Kärnten (-4,0%) herbe Rückgänge verkraften, auch Tirol (-1,6%) und Salzburg (-1,8%) liegen unter dem heimischen Gesamtrückgang von minus 1,1%.

"Trotz allem müssen wir auch in den Wintersportorten nach vorne schauen, und Ostern ist Gott sei Dank nicht jedes Jahr so spät!", so der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft Schenner. Der späte Ostertermin machte heuer einigen Destinationen einen Strich durch die Rechnung. Höher gelegene Wintersportorte konnten dagegen punkten. Maßgeblich für die Zukunftsfähigkeit ist die Schneesicherheit der heimischen Winterdestinationen. Über 70 Prozent der Pisten können mittlerweile beschneit werden. Auch heuer werden wieder etwa 200 Mio. Euro dafür investiert. "Wichtig dabei: Die Umweltverträglichkeit hat größten Vorrang. Gelbe Pisten im Sommer sind passee. Die Schneekonsistenz ist perfekt, und die Energieeffizienz ist weit höher als noch in den letzten Jahren. Wir können nur Schneesicherheit in einer intakten Natur verkaufen. Aber hätten wir die Beschneiung diesen Winter nicht gehabt, dann hätten wir den Winter abschreiben können", so Schenner.

"In den Städten, allen voran in Wien, ist der Umschwung geschafft. Nach den Einbrüchen in der Krise sind die Touristen, aber auch Geschäftsreisen wieder im Aufschwung", gratuliert Schenner den Gewinnern.

Nach den aktuellen Daten der Statistik Austria ist die Reiselust der Österreicher indes ungebrochen. Im Jahr 2010 unternahmen 5,2 Mio. Inländerinnen und Inländer (ab 15 Jahren) zumindest eine Urlaubsreise im In- oder ins Ausland. In der Kategorie "Urlaub mit vier Nächtigungen oder mehr" waren 2010 rund 59,3 Prozent der Österreicher "on tour". Nach 2006 (62,8%) und 2008 (61,4%) der dritthöchste Wert seit 1945. (Quelle: Statistik Austria)

Ein besonderer Verdienst gilt der heimischen Reisbürobranche. "Tourismus findet nur im Austausch statt. Wenn jeder nur Urlaub im eigenen Land machen würde, dann gehen auch in Österreich die Gäste aus", analysiert Schenner. "Trotzdem - oder gerade deswegen - dürfen wir den Inlandsmarkt nicht vernachlässigen." Kurzurlaube ins Ausland sind im Trend, Inlandsurlaube rückläufig. Insbesondere Kurzurlaube im Ausland (1-3 Nächtigungen) konnten von 2,2 Mio. (2009) auf 2,5 Mio. (2010) deutlich zulegen (+14,9%), während die Kurzurlaube im Inland von 5,7 Mio. (2009) auf 5,3 (2010) und einem Minus von 7,7% abrutschten. (Quelle Statistik Austria)

Für den Sommer ist Hans Schenner optimistisch: "Auch wenn die Buchungen immer kurzfristiger gemacht werden, sie werden kommen!" So entscheidet vor allem das Wetter über die Buchungen, und die Wettervorhersage spielt für die kurzfristigen Buchungen eine immer größere Rolle. Sicherheit ist in krisenanfälligen Zeiten ein besonderer Wert für eine touristische Destination. "Österreich ist in Punkto Sicherheit ganz weit vorne. Erst am Dienstag hat die OECD in Paris ihre aktuelle Studie zur Lebensqualität in den OECD-Staaten präsentiert. Die beste Platzierung erhielt Österreich dabei in Sachen Sicherheit (9,1 von zehn möglichen Punkten)", so Schenner abschließend.

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