Sonderfall: Tourismus-Finanzierungen

Innsbruck (TP/OTS) - Die österreichische Hotellerie investiert ca. 3-5 Mrd. Euro/Jahr in die Qualität ihrer Betriebe. Das Dilemma dabei:
der Gast verlangt heute nach einer ständigen Qualitätsverbesserung in Hard- und Software, andererseits fehlen adäquate Finanzierungsmodelle. Die Verschuldung (+10%) und Entschuldungsdauer sind im Beherbergungssektor deutlich angestiegen.

Die österreichische Tourismuslandschaft, im Besonderen die Hotellerie, ist klein strukturiert und durch eine hohe Kapitalintensität gekennzeichnet. Krise hin oder her: Österreichische KMU's kämpfen seit Jahren mit denselben Problemen: schwache Ertragslage sowie geringe Eigenkapitalquote, welche im Tourismus bei nur 12% liegt (Ideal-Richtwert: mindestens 20%). "Die Hotellerie ist ein Finanzierungs-Sonderfall. Der hohe und langfristig gebundene Kapitalbedarf muss fristenkongruent finanziert werden (Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital). Basel II+III werden zusätzliche neue Hürden und ein verschärftes Regelwerk für Tourismusinvestitionen darstellen - eine heikle Problematik für die Branchenentwicklung", so Dr. Klaus Ennemoser, Tourismusexperte und Geschäftsführer der Ennemoser Wirtschaftsberatung GmbH.

Aktuell liegt der Finanzierungszinssatz inklusive Bankmarge bei ca. 3%. Zum Vergleich: im Jahr 2000 war dieser doppelt so hoch. Solange die Zinsen unter 5% bleiben, können diese Finanzierungsaufwendungen von den österreichischen Hotels noch erwirtschaftet werden. Suboptimale Kreditkonditionen haben also derzeit eher geringe Auswirkungen.

"Aufgrund von Basel III ist jedoch ein insgesamt höheres Zinsniveau zu erwarten. D.h.: steigen die Zinsen auf über 5%, wird mancher Betrieb mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben; die Situation für neue Tourismus-Finanzierungen wird auch nicht erleichtert", erklärt Ennemoser.

In Zukunft muss der betrieblichen Gesamtfinanzierung ein besonderes Augenmerk gewidmet werden. "Der Hund liegt häufig im Detail begraben", so Ennemoser. Die Beiziehung von Experten mit besonderem Know-how für Tourismusfinanzierungen wird künftig immer wichtiger werden.

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