Der "Preis" der Landschaft: Wer kümmert sich um die Alpen?

Internationale Konferenz, 24. Juni 2011 in Bozen, AUDITORIUM EURAC, Drususallee 1

Innsbruck (TP/OTS) - Alpine Landschaften sollen tabu bleiben

Die gegenwärtige Diskussion über den notwendigen weiteren Ausbau erneuerbarer Energien mit dem Ziel, dem Klimawandel und der Atomkrise zu begegnen, stellt die Alpen vor neue Herausforderungen. Einerseits ist es angebracht, die Effizienz bestehender Anlagen, wie z. B. von Wasserkraftwerken, zu verbessern und in die Entwicklung neuer Technologien zur Nutzung von Sonne, Wind und Biomasse zu investieren. Andererseits ist es aber von wesentlicher Bedeutung, jede weitere Beeinträchtigung der alpinen Landschaft zu vermeiden, sofern sie nicht notwendig ist. Allerdings wird dieser Aspekt in den Planungs-und Bewilligungsverfahren von neuen Infrastrukturmaßnahmen nicht immer prioritär behandelt.

Internationale Maßnahmen zum Landschaftsschutz wurde getroffen Die Landschaft im Alpenraum wurde in der Vergangenheit wiederholt massiv durch große energiewirtschaftliche und straßenbautechnische Vorhaben wie Autobahnen, Brücken, Kraftwerken, Freileitungen oder touristische Erschließungen beansprucht. Zwischenzeitlich wurden auf internationaler, europäischer und einzelstaatlicher Ebene Maßnahmen zum Schutze der Landschaft getroffen. Zu den rechtswirksamen Bestimmungen gehören die Europäische Landschaftskonvention, das Protokoll zur Durchführung der Alpenkonvention im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege, die europäische Gesetzgebung im Bereich Umweltverträglichkeit. Wesentlich erscheinen auch die Beteiligung betroffener BürgerInnen an Entscheidungsprozessen, der Zugang zu Umweltinformationen und zu Gerichten als die drei Säulen der Aarhuskonvention sowie das Recht der Europäischen Union, das daraus entwickelt wurde.

Internationaler Meinungsaustausch

Um Meinungen und Erfahrungen mit diesen grundlegenden Fragestellungen auszutauschen, organisieren das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention, der Italienische und der Oesterreichische Alpenverein eine internationale Konferenz zum Thema "Der Preis der Landschaft - wer kümmert sich um die Alpen?".

Eberhard Daum moderiert die Veranstaltung. Seine GesprächspartnerInnen sind Maguelonne Dejeant Pons (Vorständin der Abteilung für Kulturerbe, Raumplanung und Landschaftsfragen, im Europarat); Ludwig Krämer (Professor für Umweltrecht und anerkannter Experte im Bereich BürgerInnenbeteiligung); der anerkannte Glaziologe Claudio Smiraglia; Marco Onida (Generalsekretär der Alpenkonvention); Sigbert Riccabona (Landschaftsplaner und ehemaliger Landesumweltanwalt von Tirol); Raimund Rodewald (Biologe und Landschaftsästhet); Johanna Ebner (stellv. Leiterin des Verwaltungsamtes für Landschaftsschutz der Autonomen Provinz Bozen) und Ermano Pasini (Bürgermeister der Gemeinde Provaglio, Val Sabbia).

Rückfragen & Kontakt:

Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention
Marcella Macaluso
Tel.: +39 3386700278

Oesterreichischer Alpenverein
Liliana Dagostin
Tel.: +43 650 8001818

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