ÖHV: Forderung nach ÖW-Budget-Erhöhung und MwSt.-Senkung von ganzer Branche mitgetragen

Forderungen des Fachverbands nach mehr ÖW-Budget und weniger Steuern sind das Gebot der Stunde

Wien (TP/OTS) - Die ÖHV-Forderungen nach Erhöhung des ÖW-Budgets und einer Halbierung der Mehrwertsteuer auf Nächtigungen werden von der Wirtschaftskammer mitgetragen: Die MwSt-Senkung in Deutschland wirkt sich besser aus als erwartet. Bei der Bewerbung setzt die Schweiz neue Benchmarks.

"Österreichs Hotellerie hat das beste Angebot. Bei der Bewerbung und beim Preis haben wir aber Nachholbedarf", erklären Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Die Forderungen von Dr. Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbands Hotellerie, in seinem heutigen Pressegespräch nach einer deutlichen Erhöhung des Budgets für die Österreich Werbung und einer Halbierung der Mehrwertsteuer auf Nächtigungen von 10% auf 5% wären das Gebot der Stunde. "Die WKÖ als Vierteleigentümer der Österreich Werbung ist hier gefordert, ihren Beitrag in Form von Geldleistungen substanziell aufzustocken."

Tourismus könnte mehr zu Leistungsbilanz beitragen

Deutlich zeigt sich die Bedeutung des Tourismus bei der Leistungsbilanz: Die Ausgaben ausländischer Gäste gleichen die Verluste bei Sachgüterexporten aus. Die Konkurrenten Deutschland, Schweiz und Frankreich setzen jetzt voll auf den Wirtschaftsmotor Tourismus und verbessern ihr Angebot: Durchdachte Steuersenkungen und Werbeoffensiven bringen Mehrumsätze: "Österreich kann sich nicht leisten, hier noch länger zuzusehen. Den positiven Beitrag des Tourismus zur Handelsbilanz auszubauen wäre jetzt der richtige Schritt anstatt über Steuererhöhungen nachzudenken", so die Präsidenten.

Mehreinnahmen durch MwSt.-Senkung

Deutschland hat die MwSt auf Logis auf 7% gesenkt, Frankreich auf 5,5% und die Schweiz liegt mit 3,8% überhaupt bei einem Drittel des österreichischen Satzes von 10%. Österreich läge mit der Halbierung auf 5% im Mittelfeld. Ausreden, eine MwSt-Senkung wäre EU-rechtlich nicht zulässig, lassen Peer und Schellhorn nicht gelten: "Wir nützen nur einen von zwei möglichen reduzierten Steuersätzen, den 12%igen Steuersatz auf Wein ab Hof haben sich die Bauern als Sondersteuersatz sichern lassen. Wir verzichten auf mehrere 100 Mio. Euro, die weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer belasten würden." Ennemoser verwies auf Mehreinnahmen durch die MwSt-Senkung in der Höhe von 2,2 Mrd. Euro für die deutsche Hotellerie und eine Steigerung der MwSt um 315 Mio. Euro: "Wir haben schon bei der Präsentation der Studie von Prof. Schneider von der Uni Linz betont, dass wir sehr vorsichtig gerechnet haben. Deutschland zeigt, dass die Effekte deutlich höher ausfallen."

14% mehr Budget für Schweizer Tourismus, Realverluste in Österreich

Zusätzlich hat die Schweiz ihr Werbebudget für 2011 und 2012 um jeweils 12 Mio. Franken erhöht: Das entspricht einer Steigerung von 14 %. Die ÖHV fordert eine Erhöhung des ÖW-Budgets um 10 Mio. Euro pro Jahr: "Damit wäre zumindest ein Teil des Wertverlusts der vergangenen Jahre abgedeckt. Hier wird seit Jahren am falschen Platz gespart."

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe, davon 171 in Wien (inklusive aller 5-Sterne-Hotels), nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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Peter Peer, ÖHV-Präsident (Stadthotellerie)
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