Volksbegehren: Unternehmer werden Druck erhöhen

Bildungspolitik als Symbol für Handlungswillen: Wähler werden Untätigkeit nicht hinnehmen

Wien (TP/OTS) - Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung angesichts des fehlenden politischen Gestaltungswillens könne selbst von den Gegnern der Bildungsreform nicht mehr geleugnet werden: Dabei bilde das Volksbegehren nur einen Teil davon ab, so die ÖHV-Präsidenten Peer und Schellhorn. Sie fordern aktive Bildungspolitik ein.

Die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung, Peter Peer und Sepp Schellhorn, danken den Unterstützern des Bildungsvolksbegehrens: Angesichts des organisierten Widerstands sei der Erfolg umso höher einzustufen: "Das ist ein klarer Auftrag." Die eingeleiteten Reformen der Unterrichtsministerin seien nur der Beginn eines langen Weges, den die Schulen zurücklegen müssen: "Dass sich alles bewegt - und dazu gehört nun einmal auch die Schule - wissen wir seit Heraklit. Im Bildungsbürgertum und bei der Lehrergewerkschaft dürfte das noch nicht angekommen sein."

Bildungspolitik als Symbol der politischen Arbeit: Unzufriedenheit steigt

"Diese Initiative hat eine Bildungsdiskussion auf breiter Basis angestoßen. Wir werden sie am köcheln halten", verweist Schellhorn auf den Druck, der bis zum Wahljahr 2013 erhöht werde. Im Tourismus etwa sei Reformbedarf in der Ausbildung evident, hier seien auch die Tourismussprecher gefordert. "Die Bildungspolitik wird mehr und mehr zum Symbol für die politische Arbeit im Land: Wenn sich hier nicht bald effektiv mehr bewegt, sinkt das Vertrauen in die Regierung weiter", so Peer.

Nicht willens oder in der Lage, Reformen einzuleiten?

Die Ergebnisse internationaler Bildungsvergleiche würden durch zunehmende Kritik von Arbeitgebern bestätigt. Dass darauf nicht reagiert wird, lasse mehrere Schlüsse zu: "Dass gerade eine Wirtschaftspartei den Handlungsbedarf nicht erkennt, ist unwahrscheinlich. Bleibt die Möglichkeit, dass sie nicht willens oder in der Lage ist, für die Zukunft zu arbeiten. Am Widerstand des Koalitionspartners kann das ja nicht scheitern", verweist Schellhorn darauf, dass eine Seite Leistung und Bildung propagiert und die andere die Grundlagen dafür schafft: "Der Wettbewerb der Plakate, Schlagworte und Inserate muss von politischer Arbeit abgelöst werden." Viel Zeit bliebe dafür nicht: Wer glaubwürdig bleiben will, muss vor dem Wahlkampf aktiv werden.

Unterstützer werden Forderungen am Köcheln halten

Dass diesem Volksbegehren das Schicksal der meisten anderen droht - von der Politik ignoriert und schubladisiert zu werden - würden die Initiatoren zu verhindern wissen: "Eine branchen- und ideologieübergreifende Front an Unterstützern wird dafür sorgen, dass die Forderungen präsent bleiben, bis die Kernideen umgesetzt sind. Es gibt genug Bildungsexperten, die einhellig den Reformbedarf feststellen, es gibt genug Vorbilder auf der ganzen Welt, die es besser machen. Und es gibt zu viele niederschmetternde Erkenntnisse, aus denen Österreich keine Konsequenzen zieht", fordert Peer auf, parteipolitischen Scheuklappen abzulegen. "Als Vater und als Unternehmer interessiert mich nicht, was links ist oder nicht. Es zählt nur, dass die Jugendlichen lernen und alle Talente optimal gefördert werden. Das ist derzeit nicht der Fall", so Schellhorn.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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Peter Peer, ÖHV-Präsident
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