ÖHV-Studie zeigt: Internationalisierung ist im Tourismus der Schlüssel zum Erfolg

Tourismusgipfel Hohe Mut: Sonderauswertung zur Destinationsstudie

Wien (TP/OTS/ÖHV) - Eine Sonderauswertung der ÖHV-Destinationsstudie 2011 weist nach, wie eng Internationalisierungsgrad und Erfolg im Tourismus zusammenhängen. ÖHV-Präsident Schellhorn warnt davor, im Zuge der Einsparungen wieder den Tourismus zur Kasse zu bitten: Das wäre ein Schuss ins eigene Knie.

"Ein Weltmarktführer darf seinen Horizont nicht künstlich einschränken", appelliert Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung, an die Tourismuspolitik in Bund, Ländern und Destinationen. Exklusiv beim Tourismusgipfel auf der Hohen Mut im Ötztal präsentiert, weist eine Sonderauswertung der ÖHV-Destinationsstudie ganz klar Internationalisierung als Schlüssel zum Erfolg aus: "Egal, ob Nächtigungen, Logis-Umsätze oder die Zahl der Mitarbeiter im Tourismus: Die internationaleren Destinationen führen klar." Vor Einsparungen in der Tourismuswerbung warnt Schellhorn im Hinblick auf die Krisenszenarien: Für die Nahmarktkampagne vor dem Ausbruch der Krise wurde der Etat aufgestockt. "Und das war richtig. Der Tourismus kann das Minus im Sachgüterexport auffangen, und das kostet viel weniger als die Kurzarbeit. Dazu brauchen wir aber mehr Mittel statt Mehrbelastungen."

Logis, Nächtigungen, Mitarbeiter steigen mit Internationalisierungsgrad

Wie die Sonderauswertung der Destinationsstudie zeigt, punktet Zell am See/Kaprun im Österreich-Vergleich mit besonders vielen wichtigen Herkunftsmärkten: Während in durschnittlichen Destinationen 3/4 der Nächtigungen von Gästen aus drei Ländern abhängen, verteilen sie sich in Zell am See/Kaprun auf sieben Märkte, im Gasteinertal, im Ötztal, im Paznaun und in Arlberg auf je fünf. "Was auf den ersten Blick nach viel Aufwand aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als sehr profitabel", so Schellhorn. So verzeichnet das Ötztal mit 3,4 Mio. 142% mehr Nächtigungen als der Österreich-Schnitt, es folgen die Destination Arlberg mit 82% und das Gasteinertal mit 75% über dem Durchschnitt. Bei den Logis-Umsätzen liegt Arlberg um 222% über dem Mittel, gefolgt vom Ötztal mit 150% und Paznaun mit 121%. Bei der Zahl der Mitarbeiter führt die Destination Arlberg das Ranking mit plus 129% gegenüber dem Durchschnitt an vor dem Ötztal mit plus 98 % und Paznaun mit plus 65%.

Ein guter Gästemix ist besser fürs Geschäft: Eine Sonderauswertung der ÖHV-Destinationsstudie zeigt, wie Gästemix und wirtschaftlicher Erfolg zusammenhängen. Die Grafik können Sie hier downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/destinationsstudie_grafik

Expertenbeirat: Plus von 3% bei Tourismusexporten möglich

Volkswirtschaftlich gesehen sollte auf mehr Internationalisierung gesetzt werden: "Ohne Tourismusexporte wäre die Leistungsbilanz Jahr für Jahr in den roten Zahlen. Die hohe Auslastung in der Top-Hotellerie trägt ganze Regionen. Vom Bäcker bis zum Baumeister hängen viele Branchen am Tourismus", regt Schellhorn an, den Tourismus nach seiner Wertschöpfung zu beurteilen: "Hier lassen wir zu viel Potential liegen." Die World Tourism Organization der Vereinten Nationen prognostiziert eine Steigerung um 2,5% p.a. bei den internationalen Ankünften bis 2030. "Österreich lag in den vergangenen zehn Jahren mit plus 2,04% deutlich darunter", so Schellhorn. Der Expertenbeirat zur Tourismusstrategie beziffert das mögliche Wachstum der österreichischen Tourismusexporte mit 2 bis 3%. Eine Steigerung ist also durchaus möglich, auf dem Weg dorthin sieht Schellhorn von abgestimmter und ausreichend dotierter Tourismuswerbung bis hin zu den Einreisebestimmungen "einige Hindernisse, die man mit etwas gutem Willen rasch beseitigen könnte." Stattdessen verliert das ÖW-Budget nach wie vor Jahr für Jahr an Wert und ist seit 2000 real um mehr als 20% gesunken. "Diesen Verlust auszugleichen ist keine Forderung, sondern eine Notwendigkeit."

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

Sepp Schellhorns Präsentation beim Tourismusgipfel Hohe Mut "Tourismus.Welt.Wirtschaft" können Sie als pdf hier downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/praesentation_schellhorn

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