Hotelmarkt in Linz: Druck auf Zimmerpreise steigt

Linz (TP/OTS) - Der Wandel von der Industrie- zur Kulturhauptstadt lässt Linz in neuem Glanz erstrahlen - wirtschaftlich genutzt wird das aufpolierte Image aber nicht. Wirtschaftskrise, Bettenwachstum und Finanzierungsregeln gingen an der Linzer Hotellerie nicht spurlos vorüber. Neue Konzepte werden dringend benötigt.

Die Zahl der Linzer Hotels stieg von 35 im Jahr 2002 auf 51 im Jahr 2010 - ein Plus von rund 46 %. Das Zimmerangebot nahm ähnlich stark zu: von 1.900 auf 2.800. Bis 2013 prognostiziert eine aktuelle Studie von Christie + Co eine Seitwärtsbewegung bei den Zimmerpreisen. Vor allem Hotels mit Wettbewerbsnachteilen werden den bestehenden Preisdruck verstärkt spüren. "Der Ausblick ist kritisch. Wir brauchen dringend neue Konzepte", erklärt ÖHV-Präsident Peter Peer. Ein maßgeblicher Grund für die prekäre Situation der Linzer Hotellerie sei der Bettenboom der vergangenen Jahre, der auf der optimistischen Grundstimmung von Linz09 aufbaute. "Hier wurde zu kurzsichtig gedacht, die fehlende Nachhaltigkeit nicht rechtzeitig erkannt." Analysen wie jene von Christie + Co zeigen derartige Fehlentwicklungen zwar auf, Konzepte und Lösungen müssen jedoch erst erarbeitet werden. "Hier sind klar die Tourismusverantwortlichen am Zug, Konzepte mit klaren Zielvorgaben zu entwickeln, um die Linzer Hoteliers bei der Vermarktung ihrer Betten zu unterstützen."

Denn mangelnde Professionalität kann man den Linzer Hoteliers nicht vorwerfen, dies zeigt nicht zuletzt eine ganze Reihe von gewonnenen Preisen, vom Staatspreis Design für die Lichtinstallation im Hotel am Domplatz bis zum ÖGZ Sterne Award für Harry's Home Linz. "Um diese Professionalität wirtschaftlich umsetzen zu können, müssen die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden", so Peer. "Was der Wien-Tourismus für den Wiener Markt erreicht hat, könnte durchaus auch in Linz Anwendung finden. Klar formulierte Ziele und deren Umsetzung innerhalb der nächsten fünf Jahre sind die Aufgabenstellung an den Linz-Tourismus, aber auch an die politisch Verantwortlichen, um Betriebe nicht in Existenznot zu bringen".

Hoffnungsschimmer Air Berlin und Kultur-Angebot

Als Hoffnungsschimmer könnte die seit dem vergangenen Sommer von Air Berlin eingerichteten fünf Direktverbindungen pro Woche zwischen Berlin und Linz angesehen werden. Der Großteil dieser Passagiere sind neue Gäste, die ohne Direktflug gar nicht erst gekommen wären. Hier könnte angesetzt und das umfangreiche Kunst- und Kulturangebot von Landesausstellungen über Klangwolke bis hin zur Ars Electronica intensiv beworben und vermarktet werden. "Das Geschäftsreisesegment ist unbestritten ein wichtiges Standbein für Linz. Doch um am Markt auch in Krisenzeiten bestehen zu können, braucht es deren mehrere -und Kultur bietet sich in Linz seit 2009 an", so Peer.

Die aktuelle Studie von Christie+Co zum Hotelmarkt Linz finden Sie hier: http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv47

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe - davon 85 in Oberösterreich - nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten -das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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