WKÖ-Schenner: Mehrwertsteueranhebung würde den Tourismusstandort Österreich massiv schädigen

Steuererhöhungen bereinigen Budgetdefizite nicht nachhaltig - klares Nein zu IV-Ideen

Wien (TP/OTS) - In Zeiten der Unsicherheit dürfte es eine unheilvolle Gesetzmäßigkeit geben: Es werden die medialen Beiträge weder geistreicher noch konstruktiver, sondern eher egozentrischer. So hat der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, in einem Zeitungsinterview abermals eine massive Anhebung der Mehrwertsteuersätze gefordert. Das würde in Bereichen wie Gastronomie und Hotellerie, wie auch beim Personenverkehr (Seilbahnen) und im Freizeitbereich (Theater, Museen etc.) eine Mehrwertsteuererhöhung von 100 Prozent bedeuten.

"Es ist traurig und enttäuschend zugleich, wenn die Industriellenvereinigung in den Chor jener einstimmt, die Steuererhöhungen als Lösung für öffentliche Budgetprobleme sieht. Dabei sind nachhaltige öffentliche Finanzen nur durch planbare Kostenstrukturen zu lösen. Die Erhöhung von Steuern haben strukturelle Budgetdefizite noch nie bereinigt", kritisiert der Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Hans Schenner, die Aussagen von Neumayer. Damit schert die IV aus der Linie der Wirtschaft aus, die neue Steuern klar ablehnt und von der Regierung die Reformierung ihrer Ausgabenstruktur fordert.

Schenner: "Der Vorschlag der IV ist aus wirtschaftspolitischen Gründen zu kritisieren. In einer Zeit mit angespannter internationaler Wirtschaftslage sind die Binnenwirtschaft und Branchen mit Standortgarantie wie der heimische Tourismus zentrale Faktoren zur Stabilisierung des Landes. Wenn aber jetzt gerade jene Wirtschaftsbereiche durch Verschlechterung der Rahmenbedingungen geschwächt werden, die in Zukunft verstärkt die Last der Gesamtwirtschaftsentwicklung zu tragen haben, dann werden jene "Kühe" auf Diät gesetzt, die in Zukunft die Milch bringen müssen.

"Beim letzten Budgetbegleitgesetz, ich erinnere hier an die Energieabgabenrückvergütung, wurden uns bildlich gesehen eh schon die Haare kurz geschnitten. Wollen wir uns die restlichen jetzt noch ausreißen?", so Schenner, Sprecher von 90.000 Tourismusbetrieben. "Eine solche Vorgangsweise der Schwächung des Tourismus würde übrigens auch die nachgelagerten Bereiche der Tourismusbetriebe, nämlich Gewerbe, Handel und Dienstleister, die örtlichen Firmen wie Tischler und Installateure, von Baufirmen bis hin zum Bäcker und die IT-Firmen mitreißen", so Schenner.

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