Fachverband Hotellerie und ÖHV: "Mehrwertsteuer-Erhöhung ist der falsche Weg"

Gegen IV-Angriff auf den Tourismusstandort Österreich

Wien (TP/OTS//ÖHV/WKÖ) - Einen Tag nach der Entscheidung des Schweizer Nationalrats, die gestaffelten Mehrwertsteuersätze beizubehalten, fordert die Industriellenvereinigung (IV) erneut, die Mehrwertsteuersätze in Österreich anzuheben. Dies ruft die beiden maßgebenden Branchenvereinigungen für die heimische Hotellerie auf den Plan.

Der Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Klaus Ennemoser: "Offenbar sind der Industriellenvereinigung Tourismusjobs nicht viel wert. Nach Jahren der Standortverlagerungen sollen nun auch noch Arbeitsplätze in Branchen mit Standortgarantie vernichtet werden!". Ennemoser erinnert an den Vorschlag der Europäischen Kommission, gerade dienstleistungsintensive Branchen mit reduzierten Steuersätzen zu entlasten.

Industrie ist Nutznießer, andere sollen zahlen

Auch für die beiden ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn sind die IV-Vorschläge völlig unverständlich: "Noch mehr Steuern und noch weniger Wertschöpfung können nicht die Ideen einer Interessenvertretung sein, die sich als Think Tank für Österreich sieht." Außerdem ortet die ÖHV Widersprüche beim IV-Vorstoß: "Die Industrie geriert sich gerne als Leistungsträger. Aber tatsächlich ist sie unbestritten der größte Nutznießer staatlicher Subventionen. Die Exportförderung wurde wieder erhöht, für die Kurzarbeit stellt die Republik der Industrie unbegrenzt Geld zur Verfügung."

Überdurchschnittliche MwSt. auf Logis in Österreich

Fachverband Hotellerie und ÖHV sind sich einig: Anstelle geschlossen von der Regierung vor allem Kosteneinsparungen zu fordern, wird nun auf andere Branchen abgelenkt. Das ist unfair und wirtschaftspolitisch kontraproduktiv. Schon jetzt hat Österreich eine der höchsten Mehrwertsteuern auf Beherbergung in ganz Europa. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die Mehrwertsteuer auf Beherbergung 7 %, in der Schweiz gar 3,8 %. Vor Ort garantiert die Hotellerie Arbeitsplätze, international ist sie einem harten Wettbewerb ausgesetzt. Weitere Mehrbelastungen würden aus einem der letzten Zugpferde der Wirtschaft einen weiteren Sanierungsfall machen.

Mit 125 Mio. Nächtigungen jährlich legt Österreichs Hotellerie einen wichtigen Grundstein für eine direkte Wertschöpfung im Tourismus von 15,2 Mrd. Euro. Jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz wird im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft generiert.

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 18.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Mio. Betten. Mehr als 8.000 Beherbergungsbetriebe sind mit 23.000 geprüften Sternen klassifiziert.

Österreichische Hoteliervereinigung

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro.

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