Zillertal im Fünf-Jahres-Vergleich vor Thermenwelt Burgenland und Wien

ÖHV-Destinationsstudie und -karte 2012:

Wien (TP/OTS) - Die ÖHV-Destinationsstudie 2012 bietet Tourismusmanagern und -politikern noch mehr Daten und Fakten. Sie enthält erstmals einen neuen Fünf-Jahres-Vergleich, zeigt die positiven Effekte der zunehmenden Internationalisierung auf und wie das Tourismusmarketing der Zukunft aussieht. Erfreulich: Der "Austragungsort" des ÖHV-Hotelierkongress 2012, kommende Woche in Schladming, befindet sich unter den Top 10 Destinationen.

Die ÖHV-Destinationskarte 2012 können Sie in verschiedenen Formaten hier downloaden: http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv50

Ein Fünf-Jahres-Vergleich - eine Weiterentwicklung der ÖHV-Destinationsstudie - zeigt die Entwicklung von Österreichs Tourismusregionen anhand der folgenden Indikatoren:
- Nächtigungen aller Beherbergungsbetriebe von 2005 bis 2010
- Auslastung aller Beherbergungsbetriebe exkl. Campingplätze von 2005 bis 2010
- Gesamtumsatzerlöse der Hotels und ähnlichen Betriebe von 2005 bis 2010

"Je länger der Betrachtungszeitraum, umso geringer der Einfluss von Sondereffekten wie Großveranstaltungen, Wetterkapriolen oder Schließzeiten in Leitbetrieben. Das belohnt konstant gute Leistung über einen längeren Zeitraum", erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Österreichs beste Destinationen

Destination Nächtigungen Auslastung Umsatz
Gesamtrang Rang durchschn. Rang durchschn. Rang durchschn. Veränderung Veränderung Veränderung pro Jahr pro Jahr pro Jahr 2005-2010 2005-2010* 2005-2010 Zillertal
1 2 130.462 6 0,58 2 12.711.778 Thermenwelt Burgenland
2 7 49.583 2 0,85 8 7.474.828 Wien
3 1 420.415 25 0,29 1 32.850.494 Stadt Salzburg & Umgebungsorte
4 3 78.520 22 0,33 3 10.095.336 Großarltal
5 12 30.174 3 0,77 24 3.060.428 Waldviertel
6 13 29.902 11 0,55 16 4.257.015 Wiener Alpen in Niederösterreich
7 15 28.600 5 0,70 23 3.095.081 Graz & Region Graz
8 9 33.073 4 0,72 33 2.223.199 Mühlviertel
9 19 21.930 18 0,36 10 5.054.876 Schladming-Dachstein
10 5 53.973 32 0,23 12 4.794.559
* in Prozentpunkten

Tabelle: Das Zillertal und die Thermenwelt Burgenland weisen ausschließlich Top-Ten-Plätze auf.

Das Zillertal kommt sogar auf zwei zweite Plätze, bei Nächtigungen und Umsatz, der sechste Platz bei der Auslastung vervollständigt das beste Gesamtergebnis unter allen 89 österreichischen Destinationen und damit den ersten Platz im Fünf-Jahres-Vergleich der ÖHV-Destinationsstudie.

Die Thermenwelt Burgenland punktet mit Platz zwei bei der Auslastung. Platz sieben bei den Nächtigungen und Platz acht beim Umsatz festigen den zweiten Gesamtrang.

Wien führt mit Nächtigungen und Umsatz zwei Einzelrankings an. Der 25. Platz bei der Auslastung ergibt in Summe Rang drei.

Stadt Salzburg und Umgebungsorte liegt bei Nächtigungen und Umsatz direkt hinter Wien und dem Zillertal auf Platz drei, bei der Auslastung auf dem 22. Platz.

Das Großarltal sticht durch den dritten Platz bei der Auslastung hervor, Platz zwölf bei den Nächtigungen und Platz 24 beim Umsatz ergeben den fünften Platz im Gesamtranking.

Platz 1 bei der Auslastung geht an die Destination Imst-Gurgltal, die mit Platz 46 bei den Nächtigungen und Platz 68 beim Umsatz auf den 38. Gesamtrang kommt.

Die Hintergründe der Performance der 89 Destinationen seien vor Ort zu klären, so Reisenzahn: "Viele Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Destination, von der Wirtschaftslage in den Quellmärkten bis hin zu weltpolitischen Entwicklungen. Wichtig ist, dass sich die Profis vor Ort mit der Analyse im Detail auseinandersetzen." Eine grafische Darstellung - die ÖHV-Destinationskarte - finden sie unter http://www.oehv.at.

Die Plätze in den einzelnen Kategorien ergeben sich aus der Reihung der Mittelwerte der jährlichen absoluten Veränderungen (2005 auf 2006, 2006 auf 2007 usw. bis 2009 auf 2010). Rang 1 wurde dabei dem jeweils besten Wert zugeschrieben, Rang 89 dem schlechtesten. Der Mittelwert der Rangzahlen ergibt das Endergebnis, der niedrigste Wert wiederum den besten Gesamtrang, der höchste den schlechtesten.

Destination 2020 - Herausforderungen für Management und Marketing

Prof. Dr. Pietro Beritelli, Prof. Dr. Thomas Bieger und Prof. Dr. Christian Laesser von der Universität St. Gallen analysieren in der ÖHV-Destinationsstudie die Herausforderungen der Destination der Zukunft. Für das Tourismusmarketing werde eine professionelle Aufgabenteilung, die der zunehmenden Partikularisierung in der Nachfrage und der Konsolidierung im Angebot Rechnung trägt, notwendig. Die Autoren schlagen vor, vom geographischen Destinationsverständnis abzurücken und vielmehr Angebotsnetzwerke in den Vordergrund zu stellen, die mit ihrem Know-how gezielt Special Interest Groups ansprechen und für diese auch Angebote entwickeln können. Entsprechend sei die Finanzierung des Tourismusmarketings zu überdenken: "Künftig werden nicht Institutionen finanziert, sondern Leistungen bezahlt", so Reisenzahn.

ÖHV-Destinationsstudie zeigt: Bunter Gästemix führt zum Erfolg

Im Rahmen der Tourismusstrategie hat ein Expertenbeirat mögliche Wachstumspfade für Tourismusexporte skizziert: Bleibt die Herkunftsstruktur der Gäste unverändert, bleibt das jährliche Wachstum bei 2 %. Mit mehr internationalen Gästen könnte es auf 3 % p. a. steigen. Wirtschaftlich macht das Sinn, wie die ÖHV-Destinationsstudie zeigt: "Bisher hatten wir viele Indizien dafür, dass Internationalisierung zum Erfolg führt. Die Annahmen sind bestätigt: Destinationen mit einem höheren Gästemix sind erfolgreicher", erklärt Reisenzahn: Mit dem Anteil der internationalen Gäste steigt die Aufenthaltsdauer. "Wer eine längere Anreise auf sich nimmt, fährt nicht gleich wieder weg", so Reisenzahn. Je mehr internationale Gäste, umso höher die Auslastung. "Das gilt speziell für klassische Ferienregionen: Haupturlaube werden tendenziell länger geplant und laufen oft strukturierter ab." Drittens erwirtschaften international ausgerichtete Regionen höhere Umsätze: "Je professioneller ein Betrieb, umso aktiver die Bewerbung. Qualitätsbetriebe mit hohen Investitionen sind unschlagbare Werbeträger, die weit über die Region hinaus Wirkung zeigen", erklärt Reisenzahn. Voraussetzung dafür sind der Zugang zu neuen Märkten und die Erreichbarkeit einer Region - also einerseits genug Tourismuswerbung, andererseits adäquate Verkehrsinfrastruktur und Einreisebestimmungen.

Österreichs internationalste Destinationen

Um die Internationalität der Destinationen messen zu können, wurden die Nächtigungen nach Herkunftsländern gegliedert und in einem zweiten Schritt ermittelt, wie viele Nationen benötigt werden, um 75 % der Gesamtnächtigungen zu erreichen. International besticht Österreich mit Kultur und Wintersport: In den Top-Ten finden sich neben den Städten Wien, Innsbruck und Salzburg ausschließlich Wintersportdestinationen. Die Bundeshauptstadt hat in Sachen Internationalität erwartungsgemäß die Nase vorne, sie benötigt 12 Nationen, um 75 % ihrer Gesamtnächtigungen zu erreichen und hat damit das internationalste Publikum gefolgt von Innsbruck und seinen Feriendörfer sowie der Ferienregion Zell am See/Kaprun mit jeweils 8 bzw. der Stadt Salzburg mit Umgebungsorten mit 7 Herkunftsmärkten für 75 % der Nächtigungen.

Erfolgreiche Betriebe in erfolgreichen Destinationen

Als kompetenter Partner, der nunmehr 13. Auflage der ÖHV-Destinationsstudie konnte abermals die führende Wirtschaftsberatungsgruppe Prodinger GFB & Partner gewonnen werden. "Für unsere Betriebe macht sich professionelles Destinationsmanagement auf jeden Fall bezahlt", so Vorstandsmitglied Mag. Roland Haslauer MBA, der gleichzeitig den hohen Stellenwert der Arbeit in den Destinationen betont.

Die ÖHV-Destinationskarte 2012 können Sie in verschiedenen Formaten hier downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehv51

Bestellung
ÖHV-Destinationsstudie und -karte 2012 der Österreichischen Hoteliervereinigung
193 Seiten, großer Tabellenteil, 85,- Euro exkl. USt.; Sonderkonditionen für ÖHV-Mitglieder
http://www.oehv.at/shop

ÖHV-Hotelierkongress 2012

Der ÖHV-Hotelierkongress ist der jährliche Branchentreff des österreichischen Tourismus. Dort erhalten Hoteliers und Touristiker wertvolle fachliche und politische Informationen. Der ÖHV-Hotelierkongress findet von Montag, 16. - Mittwoch, 18. Jänner 2012 in Schaldming statt - eine der Top 10-Destinationen der ÖHV-Destinationsstudie 2012. Nähere Informationen unter http://www.oehv.at/kongress/2012.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter http://www.oehv.at/presse

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http://www.oehv.atThomas Reisenzahn
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