"Manipulationsgebühr" trifft Dienstleister voll: Politik peilt neuen Rekord bei Lohnnebenkosten an

ÖHV: Statt Lohnnebenkosten zu senken, erhöht die Regierung die Belastungen für Arbeitgeber. Eine "AMS-Manipulationsgebühr" setzt die Hotellerie unter Druck.

Wien (TP/OTS) - Tourismus, Bau und Handel erwirtschaften ein
Viertel des BIP und beschäftigen fast jeden dritten Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft. Dafür soll sie eine neue Strafsteuer treffen:
Eine "AMS-Manipulationsgebühr" soll beendete Arbeitsverträge sanktionieren. Der einzige Effekt: zusätzliche Einnahmen. Die Zahl der Kündigungen wird dadurch im Tourismus nicht sinken: "Zwischen den Saisonen sind keine Gäste da, und da braucht niemand Mitarbeiter -Strafsteuer hin oder her. Von einem Lenkungseffekt kann keine Rede sein. Es geht nur ums Kassieren", entkräftet Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), eine offensichtliche Schutzbehauptung. Im Gegenteil: Ob die Beschäftigtenzahlen im Tourismus weiter so steigen wie bisher sei fraglich: Denn während andere Länder Dienstleister durch Steuersenkungen entlasten, erhöht Österreich die Lohnnebenkosten nochmals, obwohl es bereits alle internationalen Vergleiche anführt. "Die Regierung wollte Lohnnebenkosten und Steuern senken. Sie hat keines dieser Ziele erreicht. Konsequenzen hat das nur für die Betriebe", so Schellhorn.

30 Mio. Körberlgeld auf Kosten der Tourismusbetriebe

"Somit ist das Versicherungssystem ad absurdum geführt. Die Betriebe werden noch einmal zur Kasse gebeten, da wird doppelt abkassiert. Und die Lohnnebenkosten steigen und steigen", so Schellhorn. 30 Mio. Euro kostet das die Arbeitgeber im Tourismus.

ÖHV: Beschäftigung forcieren statt Arbeitsplätze vernichten

Mit der gezielten Belastung von Arbeitgeberbetrieben wird Wertschöpfung vernichtet. Besser wäre es, die Beschäftigungsdauer zu verlängern: "Es gibt durchdachte Modelle zur Saisonverlängerung. Anstatt diese Chance zu ergreifen, werden wieder mitarbeiterintensive Branchen bestraft", verweist Schellhorn auf das Ganzjahresarbeitszeitmodell der ÖHV. Dieses sieht vor, durch die Belebung der Nebensaison und gezielte Bewerbung die Nachfrage zu verstärken.

Die Grafik können Sie hier downloaden:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/OEHV4

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICHISCHE HOTELIERVEREINIGUNG
Hofburg, A-1010 Wien
T:+43(1) 533 09 52 - 18 | F:+43(1) 533 70 71
office@oehv.at | www.oehv.at
ÖHV-Hotels online: www.first-austrian-hotels.comThomas Reisenzahn
Generalsekretär
Tel.: +43 (0)1 533 09 52
Fax: +43 (0)1 533 70 71
E-Mail: presse@oehv.at
www.oehv.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | TPK0001