ÖHV: Nein zu 3. Piste in München muss Denkanstoß sein

Tirol und Salzburg brauchen beste internationale Anbindung

Salzburg/Tirol (TP/OTS) - Mit einer klaren Mehrheit und vor allem einer überzeugenden Beteiligung haben sich die Münchner gegen den Bau einer dritten Piste am Flughafen durchgesetzt - mit gravierenden Auswirkungen auch auf die Unternehmen im angrenzenden Österreich.

Kaum ein Hotel in Tirol oder Salzburg, das nicht einen Shuttle zum Flughafen München anbietet. Viele Gäste landen nach einem Zwischenstopp in Bayern in Salzburg oder Innsbruck. "Und das sind zwei besonders wichtige Gästegruppen: Business-Gäste, die in hochpreisigen Häusern gastieren, und Gäste aus Fernmärkten, die besonders lange in unseren Häusern bleiben", erklärt Manfred Furtner, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung und Vorsitzender der ÖHV Tirol. "Wenn wir den Reisenden aus diesen Ländern keine Anbindung anbieten, suchen sie sich andere Reiseziele. Bei uns werden Gäste, Einnahmen und Arbeitsplätze verloren gehen", warnt Furtner vor weniger attraktiven Umsteigerelationen in die Wachstumsmärkte in Russland, dem Arabischen Raum und anderen asiatischen Märkten sowie Südamerika.

Wachstumsstrategie ohne 3. Münchner Piste notwendiger denn je Der Flughafen München prognostizierte eine Zunahme der jährlichen Passagierzahlen von 40 Mio. jetzt auf 50 Mio. im Jahr 2020 und 58 Mio. im Jahr 2025 - eine Steigerung, von der Österreich profitiert hätte. "Die Herausforderung, dass der internationale Flugverkehr um 5 % pro Jahr zunimmt und der Flughafen München an seine Kapazitätsgrenzen stößt, muss in Deutschland gelöst werden. Für unsere international agierenden Unternehmen brauchen wir eine Lösung", erklärt Walter Veit, ÖHV-Vorsitzender in Salzburg. Nachdem der Münchner Oberbürgermeister das Votum "ohne Wenn und Aber" akzeptiert, liegt der Ball nun bei den Flughäfen Salzburg und Innsbruck: "Wir hätten mit der 3. Piste in München eine Wachstumsstrategie gebraucht, ohne brauchen wir sie mehr denn je", erklärt Veit. Der Expertenbeirat des Wirtschaftsministeriums zur Tourismusstrategie bestätigt, dass mehr Internationalisierung die Tourismusexporte um 1,25 % erhöht, da internationale Gäste länger bleiben und überdurchschnittlich viel ausgeben: Ihnen müsste also die Anreise erleichtert werden, nicht erschwert.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200 Mitgliedsbetriebe, davon 242 in Tirol und 229 in Salzburg, nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2011 über direkte und indirekte Wertschöpfung 14,6 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter http://www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Manfred Furtner
Vorsitzender ÖHV Tirol
Tel.: +43 (0)664 30 85 160

presse@oehv.at

Ing. Walter Veit
Vorsitzender ÖHV Salzburg
Tel.: +43 (0)664 3816094

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | TPK0005