Kollektivverträge im Hotel- und Gastgewerbe für zwei Jahre vereinbart

WKÖ-Sprecher Hinterleitner und Ennemoser: "Einigung ist Bekenntnis zu wirtschaftlichem Augenmaß und sozialer Ausgewogenheit"

Wien (TP/OTS) - Nach insgesamt fünf intensiven und schwierigen Verhandlungsrunden wurden gestern, am 10. Juli 1012, neue Kollektivvertragslöhne und -gehälter für ArbeiterInnen und Angestellte im Hotel- und Gastgewerbe vereinbart. Diese treten mit 1. Juli 2012 in Kraft und gelten bis 30. April 2014.

Die KV-Löhne und Gehälter steigen ab 1. Juli 2012 um 3,45 Prozent, ab 1. Mai 2013 um 0,5 Prozent über dem nationalen Verbraucherpreisindex. Neben dieser Grundsatzeinigung war den Sozialpartnern eine Anhebung der Mindestlöhne und -gehälter ein wichtiges Anliegen. Die Löhne- und Gehälter in den niedrigsten Kategorien von 1.205 Euro und 1.208 Euro werden vorerst um 3 Prozent angehoben und steigen dann ab 1.Dezember 2012 auf 1.300 Euro bzw. ab 1. Mai 2013 auf 1.320 Euro.

Lehrlinge in allen Lehrjahren erhalten ab 1. Juli 2012 einen Fixbetrag von jeweils 40 Euro pro Monat. Der Nachtarbeitszuschlag, die Fehlgeldentschädigung und die Dienstkleidungs-Pauschale für Lehrlinge werden um jeweils 0,70 Euro erhöht.

Als Flurbereinigung wird die im Vergleich zur gesetzlichen Regelung restriktivere Formulierung zur 4-Tage-Woche im Kollektivvertrag gestrichen. Damit setzen die Sozialpartner ein Zeichen in Richtung Praxisnähe.

Die Verhandlungsführer, Helmut Hinterleitner und Klaus Ennemoser für die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie, sehen in diesem Abschluss ein vertretbares Ergebnis: "Gemessen an den ursprünglichen Gewerkschaftsforderungen mit einer 20-prozentigen Anhebung der Mindestlöhne und -gehälter ab Mai 2012 hat sich nach der fünften Verhandlungsrunde erneut das gemeinsame Verständnis einer Sozialpartnerschaft durchgesetzt, das mit dem Bekenntnis zu Augenmaß und sozialer Ausgewogenheit die Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg Österreichs gelegt hat." Einziger Wermutstropfen des vorliegenden Verhandlungserfolges: die Bundesländer Burgenland und Tirol haben die Einigung von gestern nicht unterschrieben.

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