Mehr leere Betten und weniger Einnahmen bei zu geringem Nächtigungszuwachs

ÖHV: Bergsommer auf internationalen Märkten bewerben

Wien (TP/OTS) - Kein Grund zur Freude ist für ÖHV-Präsident Schellhorn das "viel zu geringe Plus bei den Nächtigungen. Das hinkt dem Bettenwachstum hinterher." Die Inlandsoffensive habe sich als falsch herausgestellt. Das Plus konzentriert sich auf die Städte. Schellhorn will die Berge im Zentrum der Bewerbung sehen.

"Es stehen heuer mehr Betten leer als im Vorjahr. Das ist kein Grund zur Freude", erklärt Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) angesichts der mageren Zunahme bei den Nächtigungen: Eine Steigerung um 2,5 % reicht nicht aus, um das gestiegene Bettenvolumen zu füllen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass sich die Zunahme auf die Städte konzentrierte, die im ersten Halbjahr ein Nächtigungsplus von 8,3 % verzeichneten. "Die Nachfrage hinkt dem Angebot hinterher. Wirtschaftlich zu arbeiten ist angesichts des momentanen Preisniveaus kaum möglich", erklärt Schellhorn und verweist auf den aktuellen Tourismusbericht des Wirtschaftsministeriums: "Dieser Bericht verdient mehr Aufmerksamkeit als aus dem Zusammenhang gerissene Zahlen", so Schellhorn. Univ. Prof. Dr. Egon Smeral zeigt darin auf, dass die Tourismusumsätze seit 2009 international stark gestiegen, in Österreich im gleichen Zeitraum aber gesunken sind. "Dieser Trend setzt sich fort - allen Jubelmeldungen der vergangenen Jahre zum Trotz: Da wird ein schrumpfender Kuchen auf mehr Esser verteilt. Dabei schaut nichts anderes heraus als viele knurrende Mägen", verweist Schellhorn auf den Tourismusbericht, der bestätigt:
"Ausgaben steigen stärker als Einnahmen", "Spielraum der Unternehmen eingeengt", "Vielzahl von Unternehmen in einer wirtschaftlich sehr angespannten Situation".

ÖW soll Heimvorteil auf internationalem Markt ausspielen können Neben Maßnahmen zur Marktbereinigung ist aus Sicht der Hotellerie zielgerichtetes Marketing unverzichtbar: "Der Bergsommer als unser ein Spitzenprodukt muss im Fokus einer Kampagne auf internationalen Wachstumsmärkten stehen", so Schellhorn. Der Rückgang im Inland zeigt klar: "Die Österreich Werbung muss ihre Kompetenz dort ausspielen dürfen, wo sie das am besten kann. Sie hat auf internationalen Märkten einen klaren Heimvorteil. Den muss sie ausspielen können, dort müssen wir ihre Präsenz ausbauen. Den Inlandsmarkt bearbeiten besser kleinere Organisationen", richtet der Branchensprecher dem ÖW-Präsidium die klare Erwartungshaltung der Hotellerie aus.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200 Mitgliedsbetriebe, davon 122 in Kärnten, nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten -das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2011 über direkte und indirekte Wertschöpfung 14,6 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident
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