Beschäftigungszuwächse, Lohnsteigerungen, rückläufige Arbeitszeit in der Hotellerie

Zukunftsrezept: Wachstumsbranche Tourismus forcieren

Wien (TP/OTS) - Die höchsten Lohnsteigerungen bei rückläufiger Arbeitszeit und überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum: Das belegen aktuelle Daten für Österreichs Hotellerie. Doch die Politik baut diese Stärken nicht aus. Von den Verhältnissen in anderen Branchen distanziert sich die Hotellerie.

"Was den Arbeitsmarkt angeht, stellt Österreichs Hotellerie alle anderen Branchen ganz eindeutig in den Schatten. Das belegen alle verfügbaren Daten. Hier muss man auch einen klaren Trennstrich zu den Schmuddelbranchen ziehen, mit denen unsere Qualitätsbetriebe immer wieder in einen Topf geworfen werden, teils ganz bewusst aus Gründen der Agitation, teils schlicht aus Unkenntnis", erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) zur Diskussion über den Arbeitsmarkt im Tourismusausschuss.

Hotellerie zahlt um 20 % mehr

Die Erhöhung der KV-Löhne um bis zu 9,5 % ist der Gipfel einer jahrelangen Entwicklung. Die Auswertung von 11.000 Lohndaten in 255 Hotels ergab ein Durchschnittsgehalt von 1.832 Euro. "Für den gesamten Tourismus, also alle anderen Branchen und die Hotellerie undifferenziert zusammengewürfelt, weist die Gewerkschaft vida einen Durchschnittslohn von 1.565 Euro aus. Die Hotellerie liegt um fast 20 % darüber. Da fällt die Entscheidung für die Hotellerie natürlich leicht", empfiehlt Reisenzahn. Attraktive Ausbildungsangebote wie der ÖHV-Trainee und die Neuregelung für Mitarbeiterwohnungen erhöhen den Anreiz noch.

Beste Jobaussichten

Wer glaubt, dass im Gegenzug zu den Gehaltssteigerungen längere Arbeitszeiten stehen, irrt: "Im Gegenteil, die Arbeitszeit sinkt sogar", hält Reisenzahn fest. Wie alle Arbeitsmarktexperten bestätigen, sind auch die Jobaussichten in der Hotellerie viel besser als in allen anderen Branchen: "Bei uns gibt es weder Kurzarbeit noch einen Aufnahmestopp. Der öffentliche Dienst spart, die Banken sparen trotz Rekordergebnissen. Österreichs Hotellerie boomt und lagert keine Arbeitsplätze aus. Das ist gut so und das bleibt so. Wir schaffen Jobs." Laut aktueller Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) im Auftrag der WKÖ waren 2010 im Beherbergungs- und Gaststättenwesen über 400.000 Personen beschäftigt.

Mehr Staatseinnahmen und Arbeitsplätze ohne Mehrkosten, doch Sozialministerium lehnt Saisonverlängerung ab
Kritisch sieht Reisenzahn, welches Potential die Politik im Tourismus liegen lässt. "Pleite-Firmen aus Produktion und Finanz werden Steuermilliarden ins Grab nachgeworfen. Im Tourismus dagegen werden sogar zukunftsweisende Projekte zu Grabe getragen", verweist Reisenzahn auf ein Modell zur Saisonverlängerung, das abgelehnt wurde: "Dieses Modell ist simpel und würde keinen Cent mehr kosten. Im Gegenteil würde es über Sozialversicherungsbeiträge und Steuern Geld bringen. Dass das Sozial- und Arbeitsministerium in Krisenzeiten so ein Konzept nicht umsetzt, wirkt schon beinahe fahrlässig", so Reisenzahn.

Kurzsichtige Belastungspolitik

Stattdessen wurden Ortstaxen erhöht, mit Auflösungsabgabe und Flugabgabe neue Belastungen eingeführt, Entlastungen wie die Energieabgabenvergütung gestrichen: "Das ist darauf ausgelegt, Betriebe auszunehmen und die öffentlichen Kassen auf Kosten von Arbeitgeberbetrieben zu füllen. Das ist zu kurz gedacht. Mit nachhaltiger Politik hat das nichts zu tun", warnt der Generalsekretär von Österreichs größter freiwilliger Interessenvertretung im Tourismus mit mehr als 1.200 Mitgliedsbetrieben. Mehr als 40.000 Mitarbeiter erwirtschaften 3 Mrd. Euro pro Jahr. Österreichs gesamte Tourismus- und Freizeitwirtschaft trug im Vorjahr direkt und indirekt 14,6 % zum BIP bei und schaffte jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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Hotellerie: Arbeitszeit sinkt, Gehälter steigen:
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Tourismus: Konzept gegen Arbeitslosigkeit ist fertig:
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