ÖHV fordert zukunftsträchtiges Steuermodell für Beschäftigung und Standort: Wertschöpfung forcieren, Leistung honorieren

Wien (TP/OTS) - Die ÖHV begrüßt Steuersenkungen, ist aber skeptisch, da das vorgelegte Modell sehr einseitig ausfällt. Die Mehrwertsteuererhöhung lehnt sie ab: "Von Einsparungen müssen alle profitieren", so Peer und Schellhorn.

"Die Diskussion geht in die richtige Richtung: Wir müssen die Betriebe stärken und Leistung forcieren. Aber die Lösung ist falsch:
Es müssen alle profitieren", erklären Peter Peer und Sepp Schellhorn, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) zum Diskussionsbeitrag der Industriellenvereinigung (IV) zur Steuerdebatte. Die IV habe mit dem vorgelegten Papier die Hausaufgaben für ihre Mitglieder gemacht. Für Dienstleister wäre es aber von Nachteil: "Die Mehrwertsteuer soll bei Lebensmitteln sinken - dort, wo Industriebetriebe den Kaufkraftrückgang unmittelbar spüren. Für Hoteliers bedeutet die geplante Mehrwertsteuererhöhung 10 % mehr Belastung. Das ist nicht drin", erklären die Präsidenten die Ablehnung des Modells durch Dienstleistungsunternehmer.

ÖHV hinterfragt Vorschlag für Einkommensteuerreform

Auch die geforderte Einkommenssteuerreform wird hinterfragt: "Die lässt ganze Branchen im Regen stehen: Zuerst die Auflösungsabgabe, dann den AUVA-Beitrag für EPUs, jetzt auch noch die Ausweitung der Einkommensteuer auf Niedrigverdiener - das geht in die falsche Richtung", lehnen Peer und Schellhorn das vorgelegte Konzept ab. "Die Sachgüterproduktion wird seit Jahren mit Exportförderungen querfinanziert. Die Dienstleistungsexporte retten Jahr für Jahr die Leistungsbilanz. Diese Schieflage muss repariert werden, nicht verfestigt und verstärkt", so die Vertreter der Tourismusunternehmer. Österreichs Dienstleister haben im Vorjahr 1,7 Mio. Mitarbeiter beschäftigt bei stark steigender Tendenz, in der Produktion waren es 940.000, dort sinkt die Zahl. Die Umsatzerlöse je Mitarbeiter lagen in der Industrie um 23 % höher als in der Dienstleistung.

Von 95 Euro mehr Bruttolohn gehen 52 Euro an den Staat

Dass die Dienstleister jetzt erstens mehr Mehrwertsteuer und zweitens für noch mehr Mitarbeiter Steuern zahlen sollen "kann sich nur schwer ausgehen", erklären die Präsidenten. "Leistung beginnt nicht erst in der Führungsetage", verweisen Peer und Schellhorn auf die steigende Belastung der Mitarbeiter: "Von 95 Euro KV-Erhöhung gehen 52,1 Euro an den Staat. Hier müssen wir ansetzen."

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Hotellerie: Arbeitszeit sinkt, Gehälter steigen
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"Manipulationsgebühr" trifft Dienstleister voll
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Peter Peer, ÖHV-Präsident
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Sepp Schellhorn, ÖHV-Präsident
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