Thermen des Thermenlandes Steiermark verteidigen ihr Wasser

Parteienstellung in Wasserrechtsverfahren für geplante Glashausanlage und unabhängige Prüfung gefordert

Graz (TP/OTS) - Die Thermen des Thermenlandes Steiermark treten gemeinsam zum Schutz ihres Wassers an. Es geht um ein vom Obst- und Gemüsekonzern
"Frutura" geplantes Glashausprojekt, das mit Thermalwasser beheizt werden soll.

"Wie ein Skigebiet ohne Schnee"

Frutura will in der Südoststeiermark industriell Tomaten, Gurken und Paprika herstellen und zur Beheizung der Anlage mehr Thermalwasser fördern, als alle Thermen miteinander. "Obwohl die Planer des Projektes das Thermalwasser aus dem gleichen Horizont entnehmen wollen wie wir, hat uns das Land im laufenden Wasserrechtsverfahren bisher keine Parteienstellung eingeräumt", kritisiert Gernot Deutsch, Geschäftsführer des Dachverbandes "Thermenland Steiermark". Ein Umstand, den Deutsch rasch geändert wissen will: "Es steht zu viel auf dem Spiel. Eine Thermenregion ohne Thermalwasser ist wie ein Skigebiet ohne Schnee."

Wichtigster Wirtschaftsfaktor der Südoststeiermark bedroht

Die Thermenbetreiber fürchten, ihre Quellen könnten durch die zusätzliche Wasserentnahme im großen Stil im schlimmsten Fall versiegen. Für verlässliche Einschätzungen über die Folgen des Projektes liege bisher zu wenig Wissen über die regionalen morphologischen und hydrologischen Verhältnisse vor. "Welche Auswirkungen eine zusätzliche Förderung von Thermalwasser in dem von Frutura geplanten Ausmaß hat, kann derzeit niemand abschätzen", sagt Gernot Deutsch. "Wir können es uns aber nicht leisten, auch nur das geringste Risiko einzugehen." Schließlich sei der Thermentourismus mit 6.000 Arbeitsplätzen, 15.000 Betten, 2,1 Millionen Nächtigungen und 250 Millionen Euro direktem Umsatz der wichtigste Wirtschaftszweig der Südoststeiermark.

Unabhängige Prüfung

Die Thermenorte fordern neben Parteienstellung aller betroffenen Thermen im Wasserrechtsverfahren eine unabhängige hydrologische Prüfung. "Alle Beteiligten müssen sich auf einen Experten oder eine Expertengruppe einigen, dessen oder deren Wort dann auch gilt", so Deutsch. Die Prüfung sei über das geplante Projekt von Frutura hinaus sinnvoll, um Wissen über die unterirdischen Verhältnisse zu sammeln.

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