Mehrwertsteuer-Nachteil für Österreichs Tourismus im internationalen Wettbewerb

Wien (TP/OTS) - Rund um Österreich werden die Mehrwertsteuersätze auf Dienstleistungen gesenkt, nur im eigenen Land werden sogar Erhöhungen überlegt. Welchen Stellenwert hat der Tourismus in Österreich?

Die EU-Kommission empfiehlt die Senkung der Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen. Die positiven Effekte übertreffen die rechnerischen Einnahmeausfälle bei weitem. Frankreich als Antreiber dieses Prozesses hat die Mehrwertsteuer auf das Mindestmaß von 5,5 % gesenkt Deutschland von 19 auf 7%. Der Urlaubermagnet Schweiz, umringt von EU-Mitgliedern, verzeichnet mit 3,8 % einen noch niedrigeren Satz. Österreich ist mit 10 % gegenüber diesen Konkurrenten klar im Nachteil und gegenüber Kroatien und Italien mit ebenfalls 10 % auch nicht mehr im Vorteil.

Senken statt erhöhen

"Diese Entwicklungen zeigen auf, dass jede Überlegung den Mehrwertsteuersatz auf Logis zu erhöhen ein Hohn wäre. Eine Erhöhung auf vorgeschlagene 22 % würde ein durchschnittliches Hotel der gehobenen Kategorien um mehr als 150.000 Euro pro Jahr belasten. Wir sollten vielmehr unseren Nachbarländern folgen und die Steuerlast für diese Branche senken", fordert Sepp Schellhorn, ÖHV CoPräsident. "In Deutschland hat die Mehrwertsteuersenkung in den letzen beiden Jahren 11.118 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen, 9,2 Mio. Euro wurden in die Mitarbeiterqualifikation investiert und weitere 939,6 Mio. Euro flossen in Neuanschaffungen, Renovierungen sowie An- und Umbauten. Das sind steuerpolitische Maßnahmen, die der Gesamtwirtschaft Nutzen bringen und nicht einer einzelnen Branche Schaden zufügen."

Wettbewerbsnachteile schmälern

"Die Senkung der Mehrwertsteuer von 25 % auf 10 % in Kroatien, in einem Land wo der Euro um 40 % mehr wert ist als in Österreich, wird den Wettbewerb in ganz Europa ankurbeln. Hier müssen wir uns nicht nur für den Sommer, sondern auch für den Winter gut rüsten.", ist sich Schellhorn der neuen Situation bewusst. Eine Entlastung der Branche sei dringend notwendig. Keine weiteren Diskussionen mehr um Erhöhung der Einheitswerte oder Mehrbelastungen durch Steuererhöhungen, vielmehr sei die längst geforderte Entlastung der Arbeitskraft ernsthaft zu diskutieren.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2011 über direkte und indirekte Wertschöpfung 14,6 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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