Eilmeldung: Mörwald gibt das "Kloster Und" auf

Der Pachtvertrag wird einvernehmlich nicht verlängert. Das Team wird bei einem neuen Projekt untergebracht.

Wien (TP/OTS) - Wachauer Genussreisende müssen künftig auf eine Topadresse verzichten: Wie Toni Mörwald dem Falstaff gegenüber bestätigte, wird der Pachtvertrag mit Eigentümer Christian Guzy nicht verlängert. Mörwald hatte seinen Vertrag noch mit der Raiffeisenbank, dem vorherigen Besitzer, abgeschlossen und auf zehn Jahre befristet. Wer die Küche des großen Talents Roland Huber noch einmal im eleganten Ambiente des ehemaligen Klosters probieren möchte, hat noch bis 30. Juni Zeit. "Der Vertrag wird bis zum letzten Tag erfüllt", bestätigt Multigastronom Mörwald.

Das gesamte Team soll unter Hubers Führung in einem neuen Projekt engagiert werden. Was und wo das sein soll, will Mörwald noch nicht verraten. Bis dahin will der Feuersbrunner aber noch ein weiteres Projekt starten, nämlich das Restaurant im Musiktheater Linz -gemeinsam mit Spitz Catering und Josef Donhauser. Es soll eine Brasserie mit hochwertiger Küche "zu leistbaren" Preisen werden und auch unabhängig von den Vorführungen geöffnet haben. Noch im alten Jahr hat Mörwald in der Passage des Wiener Palais Ferstl das Kochamt eröffnet, wo vor allem die 25.000 Mitglieder seiner Kochschule zum Zug kommen. Ein Teil ist aber auch für Gesellschaften exklusiv buchbar.

Rückblickend betont Mörwald, dass sein Relais & Chateaux-Restaurant viel für die Region gebracht hat. Es war für ihn so etwas wie eine Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung, die auf Dauer aber sehr viele Ressourcen gebunden hat. Einer der Chefköche war Leonard Cernko, der mittlerweile international Karriere gemacht hat und F&B-Direktor der Berliner Hotellegende Adlon ist.

Auch nach Mörwalds Engagement soll es im "Kloster Und" einen Gastronomiebetrieb geben. Eigentümer Christian Guzy bestätigt, dass es bereits Gespräche gibt, ohne näher darauf eingehen zu wollen. In der Branche wird der Name Charly Teuschl als möglicher Mörwald-Nachfolger genannt. Mörwald selbst hat den Betreiber der Kremser "Late Stein"-Brasserie nach eigenen Angaben ins Spiel gebracht.

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