Michaela Reitterer und Gregor Hoch neue ÖHV-Präsidenten: "Jobs rauf, Steuern runter!"

Wien (TP/OTS) - Österreichs Hotellerie erwarten herausfordernde Zeiten angesichts der Marktentwicklung und teurer Wahlzuckerl. Die ÖHV hat sich mit ihren neuen Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch dafür optimal aufgestellt. Sie fordern ein Umdenken in der Tourismus- und Wirtschaftspolitik

Mit einem neuen Team und einer neuen Struktur gehen Michaela Reitterer und Mag. Gregor Hoch, die neuen Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), an die Herausforderungen im Superwahljahr 2013 heran. Reitterer, Absolventin der ÖHV-Unternehmer-Akademie und seit 2006 Vorsitzende der ÖHV Wien, sorgt mit ihrem Boutiquehotel Stadthalle, für das sie zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten hat, seit Jahren für Furore. Hoch hat sich schon in jungen Jahren durch wirtschaftliches Know-how und Branchenwissen einen Namen gemacht. Neben mehreren Kursen an der Cornell University in New York sammelte er Erfahrungen im Marriott Hong Kong, in der Österreichischen Hotel-und Tourismusbank, als stellvertretender Aufsichtsratspräsident der Hogast sowie seit 2009 als Vorsitzender der ÖHV Vorarlberg, absolvierte das Studium der Internationalen Betriebswirtschaft an der Universität Wien und arbeitet derzeit an seiner Dissertation.

Hoch: Keine Wahlzuckerl mehr!

Viel Engagement und Know-how sind für Österreichs Hoteliers wichtiger denn je: Denn unbemerkt für Gäste und Mitarbeiter verschärfen sich die Rahmenbedingungen für sie seit Jahren. Massive Kostensteigerungen führen selbst manchen Vorzeigebetrieb an den Rand des Ruins. Da sehen die Hoteliers die ÖHV gefragt. Denn es wird noch teurer, ist Hoch überzeugt: "Im Superwahljahr 2013 werden wir fünfmal von Wahlzuckerln überschwemmt, das wird extrem teuer, wenn nicht auf die Stimme der Vernunft gehört wird", appelliert Hoch an Politiker und Wähler gleichermaßen: "Auch wenn wir so tun als ob: Die Krise ist noch nicht vorbei. Lassen wir uns doch von Wahlversprechen nicht täuschen. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht."

Reitterer: Fachkräfte statt falscher Fetisch Akademikerquote

Die ÖHV bleibt als Full Service Provider, Interessenvertretung und Think Tank erste Adresse für die Top-Hotellerie: "Das ist unsere Aufgabe, das erwarten unsere Mitglieder ", verweist Reitterer auf den starken Zuspruch aus der Branche: noch nie waren so viele Betriebe ÖHV-Mitglieder. Besonderen Stellenwert legen die führenden Branchenbetriebe auf die kompromisslos-kritische Vertretung ihrer Anliegen. Das Um und Auf für die Branche ist ein funktionierender Arbeitsmarkt, so Reitterer: "Die Politik lässt mitten in der Krise Möglichkeiten aus, Arbeitsplätze zu schaffen. Das können wir uns nicht leisten." Chancen zur Belebung des Tourismus dürften nicht vergeben werden. "Die Akademikerquote ist ein falscher Fetisch. Richtig wäre, das Erfolgskonzept duale Ausbildung weiterzuentwickeln", verweist Reitterer auf aktuelle Eurostat-Daten:
Salzburg und Tirol haben mit 2,5 % die niedrigsten Arbeitslosenquoten unter allen EU-Regionen: "Und das liegt sicher nicht an der hohen Akademikerquote!"

Urlaub in Österreich muss leistbar bleiben: keine MwSt.-Erhöhung!

Von einer nachhaltigen Tourismuspolitik würde ganz Österreich profitieren: "Unsere Gäste schaffen Arbeitsplätze bis in Österreichs entlegenste Regionen, in den Hotels, bei den Seilbahnen, in den Tischlereien, Bäckereien und in den Gemeinden", hält Hoch fest. Es müsse daher gewährleistet sein, dass Hotels wirtschaftlich arbeiten können: "Wir haben die Effizienz in der Hotellerie massiv erhöht, betriebswirtschaftlich das Optimum herausgeholt. Noch mehr Belastungen können wir nicht mehr abfangen. Wenn wir bei den Belastungen nicht den Turnaround schaffen, geht es ans Eingemachte", verweist Hoch auf unzählige Kostensteigerungen: Die Lohnnebenkosten sind gestiegen, die Banken haben die Gebühren kräftig erhöht, die Online-Plattformen die Kommissionen. Ortstaxen und Gebühren sind auf Rekordniveaus. Die Energieabgabenvergütung wurde den Hoteliers aus politischer Willkür gestrichen, während die Industrie sie nach wie vor kassiert. Umso mehr stören ihn Pläne, die Mehrwertsteuer für Hotelnächtigungen auf 22 % zu erhöhen: "Dagegen werden wir uns zur Wehr setzen! Urlaub in Österreich muss leistbar bleiben!"

Arbeitsplatzoffensive für Österreich

"Wir leben in unseren Betrieben jeden Tag professionelle und herzliche Gastfreundschaft und bilden jedes Jahr Tausende Schüler darin aus. Damit haben wir das Zeug zum Europäischen Kompetenzzentrum für Hospitality Business. Die Zahl der Beschäftigten im Tourismus nahm in zehn Jahren um 25 % zu, in der Gesamtwirtschaft um 10 %. Das spricht Bände", erklärt Reitterer. 2011 waren 425.000 Personen im Tourismus angestellt, im Jahresdurchschnitt waren es 230.000. Würde Österreich seine Position als Tourismusweltmeister besser ausspielen, würden alle profitieren: "Wir lassen nicht in China produzieren, wir ersetzen Menschen nicht durch Maschinen. Wir brauchen eine Arbeitsmarktpolitik, die das Potential unserer Betriebe voll ausschöpft. Aber davon sind wir noch weit entfernt."

Zeitgemäße Struktur: Überregionale Themen statt föderalem Klein-Klein

Die neue ÖHV lässt die für Österreich typische historisch-föderalistische Struktur hinter sich: Sie arbeitet themenorientiert und überregional. "Der Alltag im Hotel-Business hält sich nicht an Bundesländergrenzen: Online-Vertrieb, Mitarbeitersuche und Steuererhöhungen betreffen alle Hoteliers in Österreich. Alleine kann dagegen aber keiner etwas ausrichten. Dann sind wir zur Stelle", so Reitterer. "Wenn irgendwo Regionalpolitiker im Hinterzimmer die Ortstaxen verdoppeln wollen, sind unsere Vizepräsidenten zur Stelle", erklärt Hoch. Unterstützt werden die Präsidenten in der Region West durch Vizepräsident Florian Singer als Ansprechpartner für Tiroler und Vorarlberger Politiker, in der Region Mitte/Nord durch Walter Veit für Oberösterreich und Salzburg, in der Region Ost durch Alexander Ipp für Niederösterreich und Wien sowie in der Region Süd durch Bert Jandl für das Burgenland, die Steiermark und Kärnten.

Der Kongress in Zahlen

Besonders freut Hoch und Reitterer die Rekordteilnehmerzahl am Kongress: "Mehr als 600 Teilnehmer sind ein schöner Start in unser erstes Jahr als ÖHV-Präsidenten!" Davon profitieren auch viele andere Branchen: Aus den ca. 1550 Nächtigungen resultiert eine Wertschöpfung von etwa 400.000 Euro. "Der Tourismus ist die Lebensader der Wirtschaft. Das Geld, das unsere Gäste da lassen, landet in den Geldbörsen der Wienerinnen und Wiener", so Reitterer. Der Kongress der österreichischen Top-Hotellerie in der Wiener Hofburg dauert noch bis Mittwoch, 23. Jänner.

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