WKÖ-Leitl zu Tourismus-Rekordjahr 2012: "Ermutigendes Signal für Gesamtwirtschaft"

Präsident Leitl und Spartenobmann Schenner: "Österreich ist ein Tourismusland und wichtiger Exportfaktor"

Wien (TP/OTS) - "Der Nächtigungsrekord 2012 ist ein ermutigendes Signal für die Gesamtwirtschaft zur richtigen Zeit", zeigt sich WKÖ-Präsident Christoph Leitl angesichts der heute veröffentlichten Ergebnisse für das Tourismus-Jahr 2012 in Österreich erfreut. Die Hochrechnungen der letzten Tage haben die Tendenz bereits erkennen lassen, nun ist es offiziell: Die Statistik Austria meldet heute Freitag mit 130,97 Mio. Gästenächtigungen 2012 den höchsten jemals gemessenen Wert. Das bedeutet, gemessen an den Vorjahresergebnissen 2011 (125,98 Mio. Nächtigungen), einen Zuwachs von 4,99 Mio. Nächtigungen und damit ein Plus von 4 Prozent. "Österreich ist ein Tourismusland und ein wichtiger Exportfaktor", kommentieren WKÖ-Präsident Leitl und WKÖ-Tourismusobmann Hans Schenner angesichts der erfreulichen Zahlen. 2011 gaben ausländische Touristen in Österreich laut Österreichischer Nationalbank (ÖNB) rd. 14,3 Mrd. Euro aus.
Gemäß Statistik Austria konnte die Zahl der Nächtigungen ausländischer Gäste um 4,8 Prozent auf 95,03 Mio. zulegen, was das drittbeste Ergebnis seit 1992 (99,76 Mio.) bedeutet. Bei inländischen Gästen wurde mit einem Plus von rund 0,64 Mio. Nächtigungen bzw. +1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 35,94 Mio. Nächtigungen ein neuer Höchstwert erreicht. Damit konnte im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 1992 das Nächtigungsminus bei den ausländischen Gästen (-4,72 Mio.) durch das Plus bei den inländischen Gästen (+5,28 Mio.) mehr als ausgeglichen werden.

Trendwende: Winternächtigungen "überholen" Sommernächtigungen

Die 130 Millionen Marke wurde in der Geschichte erst zwei Mal übertroffen: in den Jahren 1991 und mit den bisherigen Höchstwerten im Jahr 1992 mit 130,42 Mio. Nächtigungen. Zu Beginn der 1990-er Jahre lagen die Sommernächtigungen allerdings bei fast 80 Mio. und die Winternächtigungen bei rund 50 Mio. Nächtigungen. Mit dem damaligen Trend zu Billigairlines und günstigen Pauschalangeboten -vor allem im Sommer - zog es viele Österreicher ins Ausland. Mitte der 90er Jahre gingen insbesondere die Sommernächtigungen zurück und pendelten sich ab 1997 bei rund 60 Mio. Nächtigungen ein. Gleichzeitig entwickelten sich die Winternächtigungen, die 2007 mit 63,3 Millionen Nächtigungen erstmals den Sommer (60,9 Mio. Nächtigungen) überholten, äußerst positiv.

Schenner: Trotz Jubel Bodenhaftung nicht verlieren - Nicht alle Betriebe profitieren

"Die Tourismusstrategie von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner greift und die Arbeit der Österreich Werbung geht in die richtige Richtung", erklärt auch WKÖ-Tourismusobmann Hans Schenner erfreut über das positive Jahres-Ergebnis. Gleichzeit mahnt Schenner als Sprecher von 90.000 Tourismusbetrieben aber auch Bodenhaftung ein: "Mehr Nächtigungen sind immer erfreulicher als weniger, jedoch gibt es keinen Grund, jetzt abzuheben!" Die Branche erlebe, so Schenner, einen Boom des Städtetourismus und nicht alle Betriebe -insbesondere in der klassischen Ferienhotellerie - profitieren gleichermaßen. Entscheidend seien die Bettenauslastung und die Preise, die der Betrieb für ein Zimmer am Markt durchsetzen kann. Fakt ist, dass die Zahl der gewerblichen Gästebetten in den vergangenen Jahren zugenommen hat und sich damit mehr Nächtigungen auf mehr Betten verteilen. "Jubel hilft dann wenig, wenn das Betriebsergebnis nicht für anstehende Investitionen reicht", analysiert WKÖ-Tourismussprecher Schenner und weiter: "Wer heute die Arme zum Jubeln in die Höhe reißt, soll sie morgen wieder zum Arbeiten runternehmen." Das Ziel für 2015 müssten 135 Millionen Nächtigungen sein! Hier erwarte er eine verstärkte Zusammenarbeit der Österreich Werbung mit den Tourismuswerbern in den Bundesländern.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die gesetzliche Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP.

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