Bad Blumau: bfi-Expertin warnt vor Agroindustrie

"Schon jetzt regionale Probleme mit ausländischen Billigarbeitskräften"

Bad Blumau (TP/OTS) - Vor der Errichtung einer Glashausanlage zur industriellen Herstellung von Gemüse im Kurort Bad Blumau warnte heute Sonja Wagner, in der Region arbeitsmarktpolitisch tätig für das bfi Steiermark.

"Wir haben schon jetzt große Probleme mit ausländischen Billigarbeitskräften, die bei Projekten wie diesem beschäftigt werden, um nach relativ kurzer Zeit durch noch billigere Kräfte ersetzt zu werden", sagte Wagner in einer Aussendung. Zwar würden die Projektbewerber behaupten, dass sie Jobs für Menschen aus der Region schaffen würden, dem schenke sie aber keinen Glauben: "Die Projektbetreiber kaufen Häuser in der Gegend. Für Mitarbeiter aus der Region brauchen sie die nicht. Die haben ihre eigenen Wohnungen."

Wagner, die für das Projekt "Pro.Job" verantwortlich ist, kritisierte, dass mit Agroindustrie in einem Kurort durch Abwertung der Region stabile und gut bezahlte Arbeitskräfte im Tourismus gefährdet würden. "Im Gegenzug entstehen 800-Euro-Jobs, mit denen Österreicher ihre Familien nicht ernähren können", so Wagner. Sie appellierte an die Politik und die Projektbetreiber, das Projekt zu stoppen, ehe der Schaden angerichtet sei.

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