Trotz niedriger Zinsen steht das Wasser bis zum Hals! 5 Thesen zur Tourismusfinanzierung 2013

Portfolio Bereinigung der Banken, Eigenkapitalschwäche der Unternehmen, klassische Kreditfinanzierung und EURIBOR Tiefststand prägen das aktuelle Bild.

Linz (TP/OTS) - "2013 wird ein Jahr des Wandels der stillen Art in der österreichischen Tourismusfinanzierung. Generelle Trends wie die Durchsetzung der Basel III Richtlinien auf Bankenseite, der niedrige EURIBOR und eine zunehmend selektiver werdende Sicht der Banken auf Betriebe statt Branchen bilden dabei die drei zentralen Rahmenbedingungen.", erläutert Dr. Martin Schumacher, Geschäftsführer der con.os tourismus.consulting gmbh.

Generell prägen folgende 5 Trends das aktuelle Geschehen:

1) Banken sehen keine Branchen mehr, sondern risikoarme und risikoreiche Kredit-Engagements

Nicht die Branche ist "schwer zu finanzieren", sondern der riskante Kunde und Unternehmer sind unerwünscht und auch über Risikoaufschläge nicht wirklich finanzierbar. Das Motto der Banken lautet: entweder "gut" oder "gar nicht"! Dies ist jedoch kein Tourismus spezifisches Thema, es betrifft alle Branchen gleichermaßen!

2) Bilanz-Zahlen zählen, nicht die "Hoffnung auf Cash Flows"

Banken wollen gute Bilanzen sehen und keine schlechten. Eigenkapital muss auch bilanziert sein und darf sich auch nicht trendmäßig reduzieren, sondern muss über die Jahre durch thesaurierte Gewinne wachsen. Bilanzielle Eigenkapitalquoten jenseits der 25% sind erwünscht und gefordert. Eine Working Capital Ratio deutlich jenseits von "1" ist das Maß aller Dinge. "Kontokorrent-Akrobaten" gelten als völlig unerwünschte. Cash Flow als Indikator ist aber auch zu wenig, ein positives EGT muß darstellbar sein.

3) Der äußerst niedrige EURIBOR erzeugt einen Placebo-Effekt!

Banken beruhigt die Tatsache, dass die meisten Betriebe aktuell problemlos ihre Zinsen und auch Tilgungsteile bezahlen können nicht wirklich. Wer den historisch langfristigen Refinanzierungszinssatz von rund 6% p.a. zuzüglich Tilgungsanteil heute nicht betrieblich dauerhaft erwirtschaften kann, bekommt zunehmend die rote Karte, selbst wenn er aktuell mit der Annuität kein Problem hat. Außerdem wäre jetzt die Zeit für Sondertilgungen, auch wenn das der überwiegende Teil der Branche anders sieht. Denn eine vorzeitige Tilgungsfähigkeit gerade im Jahr 2013 wird vielfach als Maßstab für die langfristige Kreditwürdigkeit des Bankkunden gesehen - oder anders gesagt: Kunden die jetzt nicht tilgen können oder wollen, sind zunehmend suspekt.

4) Der Tourismus finanziert sich - wenn fremd - auch 2013 weiterhin aus drei Quellen und die heißen: Kredit, Kredit und Kredit!

Beteiligungskapital, kleine AG oder crowd financing: auch wenn theoretisch vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten bestehen, wird in der Praxis wohl auch weiterhin die Kreditfinanzierung das Maß aller Dinge bleiben! Dazu passt auch folgende Entwicklung: das regelmäßige Transparenz-Erfordernis der Banken zur monatlichen Unternehmensperformance und Qualität der Unternehmensführung und -steuerung steigt, diese wird in der Kreditvergabepraxis als Vertrauensmaßstab essentiell. Ohne zeitnahes und übersichtliches Reporting geht vielfach nichts mehr!

5) Der Staat hilft bei Sanierungen nicht wirklich mit!

Erfolgt eine Sanierung durch Umschuldung, entstehen dabei oftmals "Sanierungsgewinne". Diese unterliegen zur Gänze der Einkommensteuer, Verlustvorträge können dabei nicht zur Gänze angerechnet werden. Dies bedeutet, dass eine oftmals prinzipiell mögliche Sanierung an der Unfinanzierbarkeit, der durch sie entstehenden Einkommensteuerschuld beim Sanierten, zu scheitern droht. Schwer nachzuvollziehen, aber wahr!

Über con.os

Die con.os tourismus.consulting gmbh wurde 2006 in Linz und Wien gegründet. Seither unterstützen die Experten rund um die Geschäftsführer Mag. Arnold Oberacher und Dr. Martin Schumacher, MBA zahlreiche touristische Kunden mit innovativen Ansätzen und maßgeschneiderten Lösungen. Beständiges Wachstum und konsequente Kundenorientierung etablierten die con.os tourismus.consulting gmbh mittlerweile als zweitgrößtes Tourismus-Consulting Unternehmen Österreichs.

Alle aktuellen Pressemeldungen auf http://www.pressetexter.at

Rückfragen & Kontakt:

con.os tourismus.consulting gmbh
Cornelia Hofbauer
Hietzinger Hauptstraße 45
A-1130 Wien
Tel.: +43 (0)1 3060606
c.hofbauer@conos.co.at
www.conos.co.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | TMP0004