WKÖ-Schenner: Tourismus ist Zugpferd und Beschäftigungsmotor für heimische Wirtschaft

Tourismus-Obmann dankt den zahlreich vertretenen Touristikern auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin

Wien (TP/OTS) - "Mit Rekordergebnissen bei den Gästenächtigungen hat der österreichische Tourismus auch im vergangenen Jahr einmal mehr bewiesen, dass er eines der wichtigsten Zugpferde der heimischen Wirtschaft ist", betonte Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), heute (Mittwoch) auf der ITB, der weltweit führenden Fachmesse der internationalen Tourismus-Wirtschaft in Berlin. Anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und der Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW), Petra Stolba, hob Schenner die Leistung der österreichischen Tourismus-Betriebe, die hinter diesem Erfolg stehen, hervor.

"Die österreichische Tourismusindustrie verzeichnete in den letzten Jahren Zuwächse, von denen andere Branchen nur träumen können!", so Tourismusobmann Schenner. Im Kalenderjahr 2012 wurden gemäß Statistik Austria 130,97 Mio. Gästenächtigungen registriert. Das sind vier Prozent mehr als im Jahr 2011 und gleichzeitig ein neuer Rekordwert. Damit wurde die bisherige Rekordmarke aus dem Jahre 1992 mit 130,42 Mio. Nächtigungen um rund 550.000 Nächtigungen übertroffen. Als Gründe dafür sieht WKO-Schenner erstens die verstärkte Zusammenarbeit von Bund und Ländern auf Basis der Tourismusstrategie von Wirtschaftsminister Mitterlehner, sowie zweitens eine gute Tourismuswerbung von ÖW und den Verbänden. Ausschlaggebend für den Erfolg am Gast seien jedoch die 90.000 Tourismusbetriebe, die Unternehmer und ihre Mitarbeiter, "weil sie es sind, die direkt mit dem Gast arbeiten", so Schenner.

Beschäftigungsrekord am touristischen Arbeitsmarkt

Auch am Arbeitsmarkt verzeichnete das Hotel- und Gastgewerbe 2012 einen neuen Beschäftigungsrekord. Insgesamt sind im Jahr 2012 laut Zahlen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger über 430.000 Menschen im heimischen Hotel-und Gastgewerbe tätig gewesen. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Hotel- und Gastgewerbe mehr als 11.000 neue Jobs (gerechnet auf Vollzeitäquivalente) geschaffen.

Schenner: Klares "Nein" zu Aufhebung der ermäßigten Mehrwertsteuersätze

Ein klares "Nein" gibt es vom Sprecher der über 90.000 Tourismusbetriebe Österreichs zu der kürzlich von der Industriellenvereinigung andiskutierten Aufhebung der ermäßigten Mehrwertsteuersätze. Bekanntlich liegt der Mehrwertsteuersatz auf Dienstleistungen in der Beherbergung, auf Speisen, bei der Personenbeförderung, bei den Skiliften, bis hin zu den Kulturveranstaltungen oder Eintritten in Museen aktuell bei 10 Prozent. "Eine Anhebung des Steuersatzes auf 20 Prozent oder mehr hätte ganz klar negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs als Tourismusstandort und träfe letztendlich die Kunden -also die Gäste der heimischen Tourismus- und Freizeitbetriebe", appellierte der Tourismus-Sprecher an die politische Vernunft: "Und das angesichts eines Steuersatz von sieben Prozent auf Logis in Deutschland."

Lebensmittel: Vertrauen rasch wieder herstellen!

Besorgt zeigte sich Schenner über die aktuellen Ereignisse bei Lebensmitteln: Die Qualität unserer Lebensmittelprodukte müsse sichergestellt sein - die Verantwortung liege hier ganz klar bei den Produzenten und nicht bei den Wirten oder Konsumenten. Immerhin 76 Prozent der Urlaubsgäste schätzen regionale Speisen und Getränke bei ihrem Österreich-Urlaub. Das haben Befragungen von 19.000 Urlaubsgästen im Tourismus Monitor Austria unter Federführung der Österreich Werbung ergeben.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP. (ES)

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