Positive Winterbilanz des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs am Seilbahntag

Seilbahn-Obmann Franz Hörl: "Österreichische Seilbahnen setzen Erfolgsstory fort und leisten innovativen Beitrag zu Wachstum, Arbeitsmarkt und Ressourcenschutz!"

Innsbruck (TP/OTS) - Fachverband der Seilbahnen Österreichs zieht am Seilbahntag positive Winterbilanz und blickt bereits in die Zukunft -historischer "Top-3-Winter" brachte Rekordumsätze.

Am heutigen Österreichischen Seilbahntag im Rahmen der Branchenmesse Interalpin '13 in Innsbruck präsentierte der Obmann des Fachverbandes, NR Franz Hörl, den aktuellen Status der Branche. "Dank innovativer Investitionen konnten sich die heimischen Unternehmen erneut stark am Markt positionieren und zugleich die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung stellen. Der Blick auf die abgelaufene Wintersaison stimmt in jeder Hinsicht zuversichtlich", so Hörl. Insgesamt hat die Branche seit dem Jahr 2000 sechs Milliarden Euro in Qualität, Sicherheit, Komfort und Beschneiung investiert.

Die Seilbahnbranche kann auf einen historischen "Top-3-Winter" zurückblicken: Mit 50,9 Millionen Skier Days (+ 11,9 % gegenüber dem Vorjahr), einem Kassaumsatz von 1.178 Millionen Euro (+ 14,8 %) und 29.664 Betriebstagen (+ 5,7 %) bleiben die heimischen Seilbahnunternehmen von November 2012 bis März 2013 weiter auf der Erfolgsspur. Ein besonders sensationelles Ergebnis brachte dabei der März: mit einem Plus von 17,4 Prozent bei den Skier Days und einer Umsatzsteigerung von 24,3 Prozent trugen vor allem die Osterferien zu neuen Rekorden bei. Im April haben zwar noch einige Betriebe vor allem im Westen Österreichs geöffnet, da aber im Vergleich zum Vorjahr die Osterumsätze wegfallen, wird noch mit einer Relativierung des Gesamtergebnisses gerechnet.

"Als ökonomisch denkende und innovative Branche haben Österreichs Seilbahnen bereits vor Jahren erfolgreiche und wichtige Schritte gesetzt um die Zukunft des Wintertourismus in Österreich zu sichern", weiß Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs. Mit geschätzten Investitionen von 415,90 Mio. Euro im Winter 2012/2013 setzten Österreichs Seilbahnen im Angebotsbereich weiterhin massive Akzente in Richtung Sicherheit, Qualität, Komfort und Schneegarantie und somit ein nachhaltiges und positives Zeichen für die gesamte heimische Tourismuswirtschaft. Somit konnte die Branche auch in diesem Winter ein mehr als zufriedenstellendes Saisonergebnis verzeichnen: mit 39.723 Euro pro Betriebstag und 23 Euro pro Skier Day kann sich das Ergebnis sehen lassen!

"Die Stimmung innerhalb der Branche ist gut, die Unternehmen investieren tatkräftig und das trägt natür-lich maßgeblich bei, dass an den Erfolgen der letzten Saisonen angeknüpft werden kann", bilanziert Dr. Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs.

Tourismussommer legt weiterhin zu

Auch der Sommer entwickelt sich immer stärker zum zweiten wichtigen Standbein der Seilbahnwirtschaft. Bereits heute sind 205 der 254 heimischen Bergunternehmen in der warmen Jahreszeit in Betrieb. "Zwi-schen 2001 und 2011 haben sich im Sommer die Gästezahlen und Umsätze der Österreichischen Seilbahn-wirtschaft verdoppelt. Rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes wird mittlerweile im Sommer erwirtschaftet. Eine Entwicklung zur echten Erfolgsstory", berichtet Hörl. "Auch in Zukunft sehen wir im Sommer Steigerungspotenziale für unsere Branche, die weit über den Wachstumsmöglichkeiten des Winters liegen", weiß auch Geschäftsführer Erik Wolf. So wurde zur weiteren Attraktivierung die im Alpenraum einzigartige und wegweisende Qualitätsinitiative "Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen" gegründet. Im Sommer 2013 zählen bereits 42 ausgezeichnete Themenberge zu den Mitgliedern, um intensiv zusammenzuarbeiten und unvergessliche Erlebnisse mit Qualitätsgarantie anzubieten.

Beschneiung als wichtiger Wettbewerbsfaktor

Seit dem schneearmen Winter 2006 sind enorme Investitionen in den Aus- und Neubau von Beschneiungsanlagen & Speicherteichen geflossen, wodurch in den vergangenen Wintern der Tourismus und damit verbundene Arbeitsplätze in der Region gesichert werden konnten.
Sieht man sich die Investitionen der letzten Jahre an, kann man einen deutlichen Rückgang bei den Ge-samtinvestitionen feststellen. Dieser ist vor allem auf die mittlerweile erreichte Sättigung bei den Investitionen in Beschneiungsanlagen zu erklären. "Die Gewinne von morgen sind die Investitionen von heute - oder umgekehrt: bisher getätigte Investitionen haben sich immer für die gesamte Tourismusbranche bezahlt gemacht", weiß Franz Hörl.

"Die 254 Seilbahnunternehmen Österreichs haben im Betriebsjahr 2012 81,8 Mio. Euro in den Neubau und die Modernisierung von Beschneiungstechnik investiert", berichtet Erik Wolf. Somit sind knapp 60% der österreichischen Skifläche mit technischem Schnee beschneibar und das Skivergnügen kann somit in fast allen Skiregionen Österreichs garantiert werden. Gerade schneearme Winter haben gezeigt, dass sich die Investitionsentscheidungen der Jahre zuvor bezahlt gemacht haben. Die beiden Seilbahnvertreter wissen: "Davon profitiert die gesamte Tourismus-Wirtschaft in den alpinen Regionen. Die Schneesicherheit steht bei der Destinationsentscheidung des Wintersportgastes ganz weit oben!"

Nachhaltiger Wasserkreislauf gesichert

Technische Beschneiungsanlagen kopieren den natürlichen Vorgang und benötigen nur Wasser und Luft. Moderne Beschneiungsanlagen verbrauchen kein Wasser und stehen nicht in Konkurrenz zum Trinkwasserbedarf. Sie benutzen den Wasserkreislauf, wie das auch Bewässerungsanlagen im Obstbau tun. "Zur Beschneiung wird Nutzwasser, das meist in Speicherteichen gesammelt wird, unter wissenschaftlicher Begleitung gefasst, energiesparend gespeichert und dann mit Hilfe von kalter Druckluft oder einem Gebläse zerstäubt als Schnee über die Skipisten verteilt. Anschließend werden diese über die natürlich Abschmelze wieder als Schmelzwasser in den Wasserkreislauf zurückgeführt", so Hörl, der die dauernden Querschüsse der Gegner kritisiert: "Das einzige was man damit erreicht ist die potenzielle Schwächung eines wesentlichen heimischen Wirtschaftszweiges, der maßgeblich zu Wohlstand, Lebensqualität und Lebensraumerhaltung in Österreich beiträgt".

Obmann Hörl nimmt dabei auch die Verantwortlichen des Umweltdachverbandes und des Alpenvereins in die Pflicht. "Das ständige Aufhetzen und das Vernadern der Heimat ist entbehrlich und vielmehr standortschädigend. Das sollten sich die Herren in Erinnerung rufen, bevor sie das nächste Mal mit Halbwahrheiten und populistischen Schlachtrufen losziehen", so Hörl. Ein interessanter Vergleich zum Thema Energieverbrauch: alle Tiroler Schneeanlagen und Seilbahnanlagen brauchen 1/3 der Energie des größten Tiroler Industriebetriebes, verbreiten aber ein Vielfaches des Wohlstandes in den entlegenen Tälern!

Zwtl. Österreichs Skipisten werden immer sicherer

"Jährlich werden in einer Wintersaison österreichweit zwischen 540- 600 Millionen Personen befördert und zwischen 50-55 Mio. Skierdays produziert. Trotz dieser stetig steigenden Zahlen ist die Zahl der Verletzten in den letzten Jahren drastisch gesunken", verweist Dr. Erik Wolf auf erfreuliche Nachrichten zum Thema Sicherheit. Und lobt in diesem Zusammenhang alle Beteiligten. "Seilbahnbetreiber bieten perfekt präparierte Pisten und gut ausgebildetes Personal, Skischulen helfen bei den Aufklärungsmaßnahmen im Skiunterricht und die Ski-Industrie trägt mit stetig neuen Produktentwicklungen ebenso maßgeblich zum Thema Sicherheit auf der Piste bei", so Wolf. Die interne Unfallerhebung des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs verzeichnet österreichweit rund 1,081 Unfälle/1000 Skierdays. Dies bedeutet, dass ein Skifahrer über 70 Jahre lang jährlich 14 Tage Ski ohne Un-fall fährt. "Hervorzuheben sind zudem die zusätzlichen Investitionen von rund elf Millionen Euro in die Pistenrettung sowie in Schulungen und Ausbildung von Mitarbeitern für den sicheren Rettungseinsatz. Insgesamt sind derzeit 2.370 Seilbahn-Mitarbeiter speziell für den Bergungsbereich bzw. als Pistenrettungssanitäter ausgebildet", berichtet Hörl.

"Insgesamt zeigt der Blick zurück und voraus, dass die Seilbahnwirtschaft aus einer erfolgreichen Entwick-lung Kraft für die kommenden Aufgaben schöpfen kann und diese auch in Zukunft zum Wohle des Standortes Österreich, des Tourismus und der vorhandenen Ressourcen aktiv angehen wird. Die heimischen Seilbahnen und der alpine Tourismus bleiben somit Vorreiter und sichern auch in Zukunft den Wohlstand und die Lebensqualität im Land", so Hörl abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Seilbahnen Österreichs - Marketing Forum
Mag. (FH) Ricarda Rubik
Tel.: +43 (0)1 503 78 02
marketingforum.seilbahnen@wko.at
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