ÖHV-Präsidentin Reitterer im Tourismusausschuss: Steuerzahler und Arbeitsplätze vor Ort fördern

Wien (TP/OTS) - ÖHV (Wien): Einen Belastungsstopp für die Branche forderte ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer im Tourismusausschuss des Nationalrats.

"Laut Tourismusbericht des Wirtschaftsministeriums liegen die Tourismuseinnahmen noch immer unter dem Niveau von vor der Krise, und das bei noch mehr Betrieben mit noch mehr Mitarbeitern und noch höherer Steuerlast", erklärte Michaela Reitterer, die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), im Tourismusausschuss des Nationalrats. Als Branchenexpertin eingeladen, zeigte sie, dass die ÖGB-Forderungen 6 Wochen Urlaub, Überstunden-Euro, Fachkräftemilliarde und Wertschöpfungsabgabe Arbeitsplätze kosten. Reitterer appellierte an die Abgeordneten, nicht noch mehr Belastungen für Betriebe zu beschließen, die Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land schaffen: "Einige von Ihnen werden das nächste Budget verhandeln. Denken Sie dann an meine Worte!"

Umsätze stagnieren, Branche auf Sparkurs

Auch der Ausblick für die Branche ist alles andere als rosig: Ging im Vorjahr die Hälfte der Hoteliers von Nächtigungssteigerungen aus, ist es heuer nicht einmal ein Drittel. Ähnlich ist die Entwicklung bei den Umsatzerwartungen. "Dieser Trend hat sich mittlerweile gefestigt. Da auch noch die Belastungen zu erhöhen, also Grundsteuer, Mehrwertsteuer, Lohnnebenkosten oder Steuern auf die Substanz, wäre ein Schuss ins eigene Knie. Verabschieden Sie sich entweder von diesen Plänen oder von Arbeitsplätzen und Betrieben", warnte Reitterer. Schon jetzt fahren 37 % der Hoteliers Investitionen zurück, nur 6 % erhöhen sie: "Volkswirtschaftlich ist das ein Desaster."

Wertschöpfung durch Direktbuchung steigern

Den meisten Spielraum ortet Reitterer neben Saisonverlängerung und Bewerbung bei der Direktbuchung. Hier unterstützen der Tourismusausschuss und Tourismusminister Dr. Reinhold Mitterlehner die Branche stark: Wer auf die Website einer Tourismusorganisation surft, soll künftig zur Buchung direkt auf die Hotelwebsite weitergeleitet werden statt auf ein kommissionspflichtiges Portal, das außer Mehrkosten nichts bringt. Die Umsetzung von TU-Prof. DI Dr. Hannes Werthners Konzept würde dreistellige Millionenbeträge freisetzen, die die Hoteliers in Mitarbeiter oder Investitionen stecken würden: "In der aktuellen Wettbewerbssituation bliebe uns da gar nichts anderes übrig. Aber das wäre schon mal sehr gut", so Reitterers Resümee im Tourismusausschuss des Nationalrats.

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Erfolgreiche Interessenvertretung für Österreichs Tourismus

Die ÖHV gestaltet seit 60 Jahren als freiwillige parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. Mehr als 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2012 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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