Touristischer Erfolg kennt keine Jahreszeit

Lebhafte Debatten beim Casinos Austria Tourismus Talk in Velden

Velden (TP/OTS/OTS) - Um die schlummernden Potenziale im österreichischen Tourismus zu heben, ist es notwendig, dass nicht nur Hotellerie, Gastronomie und Tourismuswerbung an einem Strang ziehen -auch Handel, Industrie und nicht zuletzt die Politik müssen ihren Anteil leisten.

Zu diesem Ergebnis kam eine hochkarätige Gesprächsrunde beim Casinos Austria Tourismus Talk am 23. September im Casino Velden. Casinos Austria Vorstandsdirektor Mag. Dietmar Hoscher hatte zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel "Kärntens Seen - touristische Hotspots oder stille Wasser?" geladen. Unter der Moderation der Chefredakteurin der Kleinen Zeitung Kärnten, Eva Weissenberger, diskutierten der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrat Wolfgang Waldner, Bert Jandl (Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung ÖHV), Heidi Schaller (ÖHV-Landesvorsitzende Kärnten), sowie die Experten Stefan Höffinger (Höffinger Solutions) und Vladimir Preveden (Roland Berger).

Stefan Höffinger, Autor einer umfassenden Studie über Wertschöpfung und Entwicklungspotenziale der österreichischen Seenregionen, hob in seinem Impulsreferat die Bedeutung von integriertem Standortmarketing hervor. Seenregionen sollten nicht einseitig auf Tourismus setzen, sondern ihre Attraktivität auch für Industrie und Gewerbe sowie als Wohnstandort nutzen. Tourismus und andere Wirtschaftszweige können voneinander profitieren.

Landeshauptmann Kaiser kündigte an, eine Debatte über die Anpassung der Kriterien für Tourismusförderungen mit den Betroffenen führen zu wollen: "Die Förderungen sollen der Gesamtstrategie untergeordnet werden. Wenn Ganzjahrestourismus das Ziel ist, dann könnten Förderungen zum Beispiel an Mindestöffnungszeiten gekoppelt werden."

Tourismus-Landesrat Waldner verwies auf die Fortschritte, die mit der Entwicklung der gemeinsamen Marke "Lust auf Kärnten" erzielt wurden: "Wir haben diesen verwirrenden Logo-Friedhof beseitigt, wo jedes Dorf eine eigene Linie entwickelt hat, statt gemeinsam an einem Strang zu ziehen." Die Landespolitik werde sich gezielt bemühen, die noch nicht verbauten Seeufer freizuhalten, versprach Waldner, "ein freier Seezugang stellt eine wichtige Attraktion dar und nutzt auch der Immobilienwirtschaft, weil dadurch die Häuser in der zweiten und dritten Reihe aufgewertet werden.

Für ÖHV-Vizepräsident Jandl liegt in neuen Konzepten für Zweitwohnsitze ein großes Potenzial. Zweitwohnsitze hätten den Nachteil, dass sie große Teile des Jahres leer stehen. Hotels könnten aber das Know-how und die Dienstleistungskapazitäten bereitstellen, um solche Objekte für den Tourismus zu nutzen. "Dazu muss es auch entsprechende Regeln in den örtlichen Gesetzen geben. Der Schlüssel für die Nutzung der Zweitwohnsitze liegt in der Raumordnung."

ÖHV-Landespräsidentin Schaller hob die Bedeutung von interessanten Angeboten in der Region für den Tourismus außerhalb der Hauptsaison hervor. Kultur- und Sportevents oder Meetings und Kongresse können Gäste in der Nebensaison in die Region holen - solche Projekte erfordern aber Kooperationen, sowohl mit der Landespolitik als auch zwischen den Hotelbetrieben. "Einer allein kann das nicht heben", meinte Schaller und appellierte auch an die Unternehmen in Handel und Gastronomie: "Nebensaisongäste wollen Möglichkeiten zum Shopping, zum Essen gehen - sie sind verärgert, wenn sie dann nur verschlossene Türen vorfinden."

Insgesamt hat Kärnten gute Ausgangspositionen und ist als Destination gut aufgestellt, betonte Roland-Berger-Consultant Preveden. Ein Problem sah er jedoch in der Struktur der Tourismusbetriebe, vor allem in den Hotels der niedrigeren Kategorien, die zu klein oder zu wenig kapitalstark seien, um das ganze Jahr offenhalten zu können. "Diese Betriebe werden auf Dauer nicht überleben, es wäre sinnvoll, hier eine sanfte Strukturbereinigung in Gang zu bringen."

Für Casinos Austria als typischen Leitbetrieb sei eine klare Positionierung der Regionen eine begrüßenswerte Entwicklung, befand Casinos Austria Vorstand Hoscher: "Wenn Gäste an den Wörthersee kommen, weil sie ein klar definiertes, touristisches Angebot wie auch die Landschaft hier schätzen und dann sagen: Ein Casino gibt es außerdem auch noch - dann kann uns das nur Recht sein."

Beim anschließenden Empfang im Casino Velden ging die Debatte lebhaft weiter - dafür sorgten unter anderem Gäste wie Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk, Roland Sint (Geschäftsführer der Wörthersee Tourismus GmbH), Christian Kulterer vom Handelsunternehmen Golden Earth sowie zahlreiche Vertreter von Tourismusbetrieben aus der Region.

Gastgeber Hoscher zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis des Abends: "Mit der Veranstaltungsreihe Tourismus Talk will Casinos Austria den Dialog zwischen den Beteiligten im österreichischen Tourismus fördern. Hier in Velden ist das sehr gut gelungen, das hat die leidenschaftlich geführte Debatte gezeigt, bei der am Podium wie auch aus dem Publikum viele spannende Ideen zur Sprache kamen. Wir werden die Veranstaltungsreihe in diesem Sinne auch fortsetzen."

Fotos zum Download finden Sie unter: www.sponsoring.casinos.at

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Mag. Hermann Pamminger
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