ARGE Brückenschlag regt Befassung mit der Natur an - statt stures Blockieren!

Ruhegebiet wurde von Experten detailliert analysiert, alle Schutzgüter wurden erhoben und auch lokalisiert

Innsbruck (TP/OTS) - "Wir haben in den letzten Monaten viel Energie und Ressourcen in die Analyse und Aufarbeitung des Natur-, Lebens-und Wirtschaftsraumes gesteckt. Dabei war es uns wichtig, primär das immer wieder als K.O.-Kriterium verwendete Ruhegebiet Kalkkögel einem wissenschaftlichen Analyseprozess zu unterziehen und die dortigen Schutzgüter zu lokalisieren und einzuschätzen",erklärt der Obmann des Planungsverbandes Stubai, Bürgermeister Manfred Leitgeb. Im Rahmen der von Experten vollzogenen Prüfungen konnten zahlreiche Regionen eruiert werden, in denen interessante Habitate für Flora und Fauna existieren und auch andere schützenswerte Bereiche konnten gefunden werden. Einzig, es fehlt derzeit am Management der vorliegenden Schutzgüter!

"Je mehr wir uns mit dem Ruhegebiet Kalkkögel befassen, desto mehr kommt zu Tage, dass der aktuelle Umgang mit dem Ruhegebiet rein politisch und ideologisch motiviert ist. Es ist für uns nur schwer nachvollziehbar, dass ein Ruhegebiet einzig mit dem Zweck, eine Seilbahn zu verhindern, verordnet wurde und damit jede sachliche Diskussion dazu unterdrückt werden soll", ergänzt dazu Bürgermeister LA Rudolf Nagl aus Axams. Nagl, zugleich Planungsverbandsobmann des Westlichen Mittelgebirges führt weiter aus: "All jenen, die nun versuchen, Ängste zu schüren und sich als Schützer der Kalkkögel hervor zu tun, kann ich nur raten, wieder den Weg des Gesprächs zu suchen und sich unsere Argumente anzuhören, anstatt nur strikt dagegen zu sein. Wir sind uns sicher, Wege aufzeigen zu können, die für alle Gruppen - auch jene die nun als Schützer der Kalkkögel auftreten wollen - faktisch gangbar sind. Dies alles auch unter dem Lichte, dass bei weiterer Blockade das baldige und wohl endgültige Aus für die Skigebiete in Axams und Mutters droht."

Für einen offenen Dialog spricht sich auch der Bürgermeister von Neustift, Peter Schönherr, aus: "Ich kenne unsere Berge, so wie auch unser TVB-Obmann Sepp Rettenbacher, sehr gut und ich bin überzeugt, dass ein ehrlicher und transparenter Umgang mit dem Ruhegebiet letztlich Lösungen zu Tage bringt, die allen gut tun. Ich würde mir wünschen, wenn der Alpenverein und andere Gruppierungen, statt zu mauern, das Gespräch suchen würde. Wir stehen dazu bereit. Und wir haben unsere Hausaufgaben gemacht - und das umfassend!"

Der Vorstand der Schlick2000 Martin Pittl führt zur wirtschaftlichen Perspektive wie folgt aus: "Wir und alle Experten der Branche wissen, dass ein sinnvoller und maßvoller Brückenschlag jene Lösung ist, die uns weiter bringt." Zu den Kritikern, die bemängeln, dass bei einem Brückenschlag primär keine neuen Pisten entstehen, meint Pittl: " Genau das ist einer der Vorteile - Wir schaffen Synergien ohne Neuerschließungen und ohne riesige Eingriffe. Außerdem ergänzen sich die Wintersportgebiet in Mutters und Axams perfekt mit der Schlick. Wir haben im Winter an den Wochentagen viele Gäste und hohe Nachfrage und im Westlichen Mittelgebirge ist an den Wochenenden viel los."

Der Obmann des TVB Innsbruck und seine Feriendörfer, Karl Gostner, strebt ebenfalls eine Abrüstung der Worte an: "Es gibt bestimmte durch die Topografie vorgegebene Fakten, wie es auch strukturell-geografische Fakten gibt. Diese kann man nicht weg diskutieren. Dennoch lade ich alle Gegner eines Brückenschlag ein, zum einen wirkungsvolle Alternativen vorzubringen und zum anderen in einen diskursiven Prozess einzutreten. Es macht wenig Sinn, einander unverrückbare Positionen auszurichten oder die Öffentlichkeit mit Schimären in die Irre zu führen. Vielmehr sollten konstruktive Gespräche dazu führen, dass gemeinsame Lösungen zum Wohle aller erarbeitet werden können. Die intensive Beschäftigung mit dem Gebiet und den dort vorliegenden Schutzgütern kann Augen öffnen und Perspektiven eröffnen."

Rückfragen & Kontakt:

ARGE Brückenschlag
Karl Gostner: k.gostner@innsbruck.info
Sepp Rettenbacher: sepp.rettenbacher@stubai.co
Manfred Leitgeb: bgm.mieders@aon.at
Rudolf Nagl: gemeinde@axams.tirol.gv.at

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