ÖHV: Belastungskurs bedroht Arbeitsplätze in der Steiermark

Nächtigungsabgabe soll um 50 % erhöht werden

Wien (TP/OTS) - Der Steiermark drohen höhere Nächtigungsabgaben, das gefährdet Arbeitsplätze. Die ÖHV plädiert stattdessen für professionelle Strukturen, um die eingehobenen Gelder effektiver nutzen zu können. Das brächte mehr internationale Gäste - eine traditionelle Schwachstelle im steirischen Tourismus.

"Die Reformpartnerschaft der steirischen Landesregierung muss auch den Tourismus erfassen. Anstatt strukturelle Reformen durchzusetzen die Nächtigungsabgabe zu erhöhen hätte den gegenteiligen Effekt", warnt Erwin Paierl, Landesvorsitzender der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) Steiermark, vor den bekannt gewordenen Plänen der Landesregierung, statt 1 Euro künftig von den Betrieben 1,50 Euro je Nächtigung einzuheben. Die Hoteliers hätten davon nichts außer höheren Belastungen. Sie müssten das Geld anderswo einsparen -was Arbeitsplätze kosten wird.

Kleine Strukturen, Doppelgleisigkeiten: Marketing international unter Wahrnehmbarkeitsschwelle

Die Steiermark habe im Tourismus in den vergangenen Jahren Terrain gutgemacht, doch es besteht immer noch Verbesserungspotential: 60 % der Nächtigungsabgabe sollen künftig an eine Vielzahl kleiner Verbände gehen. "Doppelgleisigkeiten sind da die logische Folge. International bleiben so kleine Werbebudgets unter der Wahrnehmbarkeitsschwelle. Mit diesen Strukturen ist es schwer, den niedrigen Internationalisierungsgrad zu heben. Die Nächtigungsabgabe zu erhöhen hilft uns da nicht, ganz im Gegenteil", spricht sich Paierl für größere Einheiten aus, die die Mittel effizienter und effektiver nutzen können.

Oberste Priorität für effektiven Mitteleinsatz

Wie viel von der Nächtigungsabgabe in Tourismuswerbung und die Schaffung von Arbeitsplätzen fließt, ist unklar, ebenso, wie effektiv diese Mittel in so kleinen Strukturen eingesetzt werden können: "Der effektive Mitteleinsatz muss oberste Priorität haben. Für Mehrbelastungen gibt es keinen Spielraum." Paierl will die Wahrnehmbarkeit des steirischen Tourismus erhöhen und die Branche besser vernetzen. Professionelle Tourismuswerbung wäre auch einfacher zu kommunizieren als die Zusammenlegung von Gemeinden, so Paierl:
"Wir schaffen eine Win-Win-Situation: Die Gemeinden würden von Aufgaben entbunden, die sie nicht erfüllen können. Und die Verbände könnten so agieren, dass sie die Nachfrage effektiv ankurbeln."

Tourismus - DER Jobmotor in Österreich

Die ÖHV vertritt als unabhängige Interessenvertretung mehr als 1.200 Betriebe. Die neuen Arbeitsplätze in der Branche fangen den Mitarbeiterabbau in anderen Betrieben ab. Insgesamt beschäftigt der Tourismus 230.000 Mitarbeiter, mit stark steigender Tendenz. Mit rund 160.000 Betten repräsentieren die ÖHV-Betriebe rund zwei Drittel der 4- und 5-Sterne-Betten in Österreich. Pro Jahr erwirtschaften die ÖHV-Betriebe etwa 3 Mrd. Euro, alle Tourismus- und Freizeitbetriebe zusammen 15 % des Bruttoinlandsprodukts.

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