Tourismus-Bürgermeister: "Salzburger Flughafen ist für uns essentiell wichtig"

Scharfe Kritik an bayrischen Plänen: "Wäre für den Tourismus in Westösterreich existenzgefährdend"

Wien (OTS/Gemeindebund) - Mit scharfer Kritik an den bayrischen Plänen meldeten sich heute die Vertreter der österreichischen Tourismus-Gemeinden zu Wort. "Wenn der Salzburger Flughafen nicht mehr in der bisherigen Form angeflogen werden kann, dann würde das fatale Schäden für den Tourismus in Westösterreich zur Folge haben", warnt Ludwig Muxel, Bürgermeister von Lech am Arlberg und Chef der heimischen Bürgermeister von Tourismus-Gemeinden. "Mehr als eine Million Gäste reisen jedes Jahr über den Salzburger Flughafen in die Tourismus-Gemeinden Westösterreichs an", berichtet Muxel.

Auch der Chef des Tiroler Gemeindeverbandes Ernst Schöpf weist auf die wirtschaftliche Bedeutung für die heimischen Tourismusdestinationen hin. "Wenn der Flughafen Salzburg in Gefahr ist, dann reden wir von mehr als einer Milliarde Euro an Wirtschaftseffekten, die dadurch ebenfalls in Gefahr sind", so Schöpf, der auch Bürgermeister von Sölden ist. "Ich verstehe nicht, warum die bayrischen Politiker das in Kauf nehmen wollen", so Schöpf.

Johannes Peinsteiner, Bürgermeister von St. Wolfgang, sagt: "Der Salzburger Flughafen ist aus vielen Gründen ein Motor für den Tourismus und die Wirtschaft. Da geht es ja nicht nur um den Tourismus, sondern auch um andere Wirtschaftszweige, die mit Einbußen zu rechnen hätten. Nicht zuletzt sind am Salzburger Airport viele Arbeitsplätze in Gefahr, wenn die Bayern ernst machen."

Ebenso wie seine Kollegen, hofft auch Gemeindebund-Chef Helmut Mödlhammer auf ein Einlenken. "Vielleicht war den Freunden aus Bayern nicht bewusst, was sie mit dieser Idee an Konsequenzen und Schäden anrichten", so Mödlhammer. "Ich appelliere sowohl an die bayrische Politik, als auch an die heimische Bundespolitik hier einen großen Schaden abzuwenden. Am besten wäre, wenn sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und eine gemeinsame Lösung finden. Voreilige Ankündigungen und Absichtserklärungen in der Öffentlichkeit sind sicher nicht hilfreich, wenn es um solche Dinge geht", so Mödlhammer.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gemeindebund
Daniel Kosak (Pressesprecher)
Tel.: (01) 512 14 80/18, Mobil: 0676 / 53 09 362
daniel.kosak@gemeindebund.gv.at
http://www.gemeindebund.gv.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | OGB0002