Tourismuswirtschaft begrüßt Verankerung wichtiger Ziele im Regierungsprogramm

Schenner: Wesentliche Forderungen der Branche wurden aufgenommen - Einbindung in Internationalisierungsstrategie

Wien (TP/OTS) - Das seit gestern Abend vorliegende geplante Programm der SPÖ-ÖVP Bundesregierung für die Legislaturperiode 2013-2018 enthält eine maßgebliche Einbindung des Tourismus. "Ein zukunftsweisender Schritt", kommentiert der Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, die Integration des Tourismus in die Internationalisierungsstrategie des Bundes. Wie im Kapitel Wachstum ausgeführt, soll Österreich mit Zukunftsinvestitionen seine führende Position in den Top Industrie- und Dienstleistungsstandorten der Welt sichern. Als Dienstleistungsindustrie ist nun die Tourismus- und Freizeitwirtschaft direkt eingebunden. "Damit sind wir untrennbar mit der Gesamtstrategie zur Exportorientierung und Internationalisierung verbunden. Ein historisches Ergebnis für die heimische Tourismuswirtschaft und ihre 90.000 Betriebe", analysiert Schenner.

Günstige Tourismuskredite durch Haftungen abgesichert

Die Zielsetzung, die Nächtigungszahlen von 131 Millionen (2012) auf 140 Millionen bis 2018 zu steigern, ist im Kapitel Wachstum dezidiert fest geschrieben. "Dabei geht es aber weniger um die nackte Zahl, sondern um all die Maßnahmen, die seitens der Regierung getroffen werden, um dieses (Über-)Ziel zu erreichen. Davon wird die gesamte Tourismuswirtschaft profitieren," so Schenner.
Was die Kompetenzen des Bundes betrifft, so sind die finanzielle Ausstattung der Österreich Werbung (ÖW) und der finanzielle Spielraum, der für die Tourismusförderung des Bundes zuständigen Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), konkret genannt. Schenner: "Mir ist bewusst, dass es im Moment wenig zu verteilen gibt, aber ich erwarte mir entsprechende Maßnahmen innerhalb der kommenden Legislaturperiode, um das Budget der ÖW auf einen Zukunftspfad zu lenken."

Ein sensationeller Erfolg ist das Bekenntnis des Bundes, die Hälfte des Haftungsvolumens für Tourismuskredite, das sind 250 von 500 Mio. Euro, für Refinanzierungen bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur Verfügung zu stellen. "Damit werden die günstigen Tourismuskredite auf lange Sicht abgesichert, ohne dass es den österreichischen Steuerzahlern etwas kostet", zeigt sich Schenner erfreut.

Positiv ist auch die Erwähnung der VISA-Thematik, um unseren Gästen aus aller Welt die Einreise so einfach wie möglich zu gestalten. Ebenso klar ersichtlich ist, dass die Errichtung einer "Nation Brand Agency" im Wirtschaftsministerium zur Bildung einer "Marke Österreich" nun untrennbar mit dem Tourismus verbunden ist. Dazu Tourismusobmann Schenner: "Hier erwarte ich mir, dass alle Landestourismusorganisationen das Logo der Österreich Werbung in ihre Sujets aufnehmen, so wie es die Wien Werbung, die Kärnten Werbung oder einzelne Regionen wie Zillertal-Tourismus schon erfolgreich vorgezeigt haben.

Rahmenbedingungen verbessern - Top Positionen halten

Im Kapitel "Zukunft Ländlicher Raum" ist festgehalten, dass die Rahmenbedingungen zur Erhaltung und Attraktivierung für Klein- und Mittelbetriebe, insbesondere in den Bereichen Gewerbe, Tourismus und Land- und Forstwirtschaft nachhaltig verbessert werden sollen. Der Schwerpunkt der Forschungs- und Innovationspolitik soll auf die Stärkefelder des ländlichen Raumes wie Land- und Forstwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Weinwirtschaft, Energieproduktion, Tourismus und neue Dienstleistungen (mobile Services) gelegt werden. Hans Schenner begrüßt die Anerkennung der Politik: "Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist ein wesentlicher Faktor für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Ländlichen Raumes."

Das Ziel, das Gesundheitswesen als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber noch stärker zu nutzen soll u.a. durch die Verbesserung der Bedingungen für die Gesundheitswirtschaft und Initiativen im Gesundheitstourismus erreicht werden. Dazu wird es notwendig sein, die privaten Kranken- und Kurheilanstalten, also die Gesundheitsbetriebe, in dieser Wachstums- und Investitionsstrategie zu berücksichtigen.

"Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist als wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Wachstumsprogramm der Bundesregierung positioniert. Wir haben damit unser wichtigstes Anliegen durchgebracht", fasst Schenner zusammen. "Damit soll es gelingen, einen Top-Platz (dzt. Platz 3) im Ranking des World Economic Forums der wettbewerbsfähigsten Tourismusdestinationen zu erhalten", so Schenner abschließend.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP.

Rückfragen & Kontakt:

Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Mag. Rainer Ribing
Telefon: +43 (0)5 90 900 3567
E-Mail: rainer.ribing@wko.at
Internet: http://wko.at/bstf

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | TPK0005