Die Unterlagen sind eingereicht: Hall in Tirol auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe

Hall in Tirol (TP/OTS) - Hall in Tirol ist mit der Münzstätte als Geburtsort des Talers und der größten erhaltenen Altstadt Westösterreichs eine der bedeutendsten kultur- und wirtschaftshistorischen Städte Tirols. Jetzt setzt Hall in Tirol einen weiteren Schritt: Die Münzstadt bewirbt sich um die Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe. Über ein Jahr lang wird der Prüfungsprozess dauern - aber Hall ist gut vorbereitet: Schon längst ist das gesamte Ensemble der Altstadt unter Schutz gestellt, und ein Masterplan stellt sicher, dass die historische Altstadt auch zukünftig ein vitaler Lebens- und Wirtschaftsraum bleibt.

In die Welterbeliste werden nur Stätten aufgenommen, die nach Meinung des Welterbekomitees herausragende universelle Bedeutung aus historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen haben:
Diese Voraussetzungen erfüllt Hall in Tirol mit einer der ersten historisch belegten "Industrien" voll und ganz. Für die Münzindustrie setzte Hall Meilensteine: Im 15. Jahrhundert wurde mit dem "Guldiner", die sogenannte "Taler-Währung" erfunden, die nicht nur den wirtschaftlichen Austausch über Landesgrenzen ermöglichte, sondern auch Namenspatron für den Dollar war. Auch die erste funktionierende industrielle Münzprägung, die Walzenprägung, wurde in Hall in Tirol entwickelt. Diese Technologie verbreitete sich in ganz Europa und galt über 180 Jahre als "state of the art". Als Weltkulturerbe vorgeschlagen wird die Münze Hall in Verbindung mit der Haller Altstadt: Hier wurde ein geschlossenes Altstadtensemble nicht nur erhalten, sondern wurde und wird zum vitalen Lebens- und Wirtschaftsraum weiterentwickelt.

"Die Aufnahme in die Welterbe-Liste würde für Hall in Tirol eine hohe internationale Auszeichnung und Anerkennung der historischen Bedeutung der Stadt und seiner Münzstätte darstellen", so Landeskonservator Werner Jud. Den Haller Bürgern selbst ist die positive Weiterentwicklung der Stadt ein großes Anliegen - das bestätigen auch die Vorschläge und Ideen aus der Partizipation im Herbst 2013.

"Die Bewerbung als Weltkulturerbe ist ein wichtiger Mosaikstein im Rahmen dieser Weiterentwicklung, denn mit der möglichen Auszeichnung würde einerseits das bisher Geleistete gewürdigt, andererseits ein Auftrag für die Zukunft erteilt: Für die Bewerbung muss nämlich ein "Masterplan" beigelegt werden. Nur wenn eine entsprechende Entwicklungsperspektive für die Zukunft vorliegt, verleiht die UNESCO die Auszeichnung", ergänzt Dr. Eva Maria Posch (Bürgermeisterin Hall in Tirol).

Der Zeitplan für eine mögliche Aufnahme orientiert sich an den Vorgaben der UNESCO: Bis April 2015 wird die Einreichung geprüft, die Entscheidung fällt im Juli 2015.

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