ÖHV-Ziel kommt: Obergrenze für Interbankenentgelte in der EU

Top-Hotellerie erspart sich Millionen

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Jede Kreditkarteneinnahme kostet den Hotelier Geld - zu viel Geld, wie die ÖHV und die EU meinen. Nun werden die teuren Interbankenentgelte gedeckelt. Der Verordnungsentwurf - mit wesentlichem Input der ÖHV - ist ein Meilenstein für die Kostensenkung im bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments (ECON) hat den Verordnungsentwurf der EU-Kommission bereits angenommen, die Zustimmung von Rat und Plenum - beides soll noch vor der Wahl zum Europäischen Parlament erfolgen - ist wohl nur noch Formsache. Künftig dürfen Interbankenentgelte (diese sind ein Teil der Disagios) für Kreditkartenzahlungen 0,3 Prozent, für EC-Karten 0,2 Prozent des Umsatzes nicht übersteigen. Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) rechnet damit, dass sich die Beherbergungsbetriebe alleine bei den Logis-Einnahmen deutlich mehr als 5 Mio. Euro ersparen. Bei Einnahmen aus der Gastronomie und anderen Bereichen wie etwa Wellness profitiert die Branche noch einmal von Einsparungen in etwa dieser Höhe.

Lobbyingerfolg gegen Finanzwirtschaft

Damit wird die Top-Hotellerie einer der größten Profiteure der neuen Regelung sein: Sie wickelt den größten Teil der Zahlungen bargeldlos ab. "Daher haben wir der Deckelung der Interbankenentgelte in unserem Lobbying höchste Priorität eingeräumt. Bald können die Hoteliers das Geld sinnvoller einsetzen", lässt ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn aufhorchen. Die Kreditkartenfirmen kritisieren den Entwurf heftig, sehen sie doch empfindliche Einbußen auf sich zukommen.

Gemeinsames Ziel von ÖHV & EU: mehr Wettbewerb, weniger Kosten

Damit steht außer Zweifel, dass professionelle Interessenvertretung auch gegen die sehr gut aufgestellte internationale Finanzbranche erfolgreich sein kann: "Der einzelne Betrieb hat es da schwer. Bei einer Branchenvertretung wie der ÖHV sieht das natürlich anders aus. Da sind sie bestens aufgehoben", erklärt Reisenzahn. Die ÖHV hat gegenüber der EU-Kommission Obergrenzen für Interbankenentgelte als wirkungsvollen Schritt gegen überzogene Gebühren und für mehr Wettbewerb im Zahlungsverkehr gefordert. Die EU-Kommission begründet ihren Entwurf mit denselben Argumenten: Diese sind 1:1 ins Grünbuch "Ein integrierter europäischer Markt für Karten-, Internet- und mobile Zahlungen" eingeflossen. Das Grünbuch ist die Grundlage dieser wegweisenden Verordnung.

ÖHV - aktive Interessenvertretung mit Mitgliederrekord

Die ÖHV vertritt als unabhängige Interessenvertretung mehr als 1.200 Betriebe - ein absoluter Rekordwert. Mit rund 160.000 Betten repräsentieren ihre Mitglieder rund zwei Drittel der 4- und 5-Sterne-Betten Österreichs und erwirtschaften 3 Mrd. Euro pro Jahr.

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