Top-Talente der Österreichischen Tourismus-Forschung ausgezeichnet

Die Österreichische Gesellschaft für Angewandte Tourismus- und Freizeitforschung (ÖGAF) vergab die Österreichischen Tourismus-Forschungspreise 2014 in Kufstein.

Kufstein (TP/OTS) - Donnerstag Abend, am 10. April 2014, ging das mit Spannung erwartete Finale des Österreichischen Tourismus-Forschungspreises 2014 in der FH Kufstein über die Bühne. Neun Finalistinnen stellten sich den strengen Augen einer hochkarätigen Fachjury um die mit über 6.000 Euro dotierten Forscherpreise zu erringen. Siegreich in der Kategorie "Tourissimus" war Barbara Plattner vom Management Center Innsbruck (MCI), den "TUI Nachhaltigkeitspreis" gewann Sandra Hillerzeder von der FH Salzburg, die Sonderkategorie "Städtepreis" konnte Irene Bogner von der FH Wien für sich entscheiden.

Im Rahmen eines Hearings präsentierten neun Kandidatinnen, die siegreich aus der Vorauswahl hervorgingen, ihre Arbeiten der Fachjury. "Die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten und die ausgezeichnete Präsentation beim Hearing machte uns die Entscheidung wirklich schwer", sind sich die "Tourissimus"-Juroren Wolfang Kleemann (Direktor der ÖHT), Markus Penz (WienTourismus), Thomas Vierich (Chefredakteur der ÖGZ) und Professor Alfred Merl einig. Die Bandbreite der Einreichungen beim diesjährigen "Tourissimus" zeugte von der Vielfalt und Qualität der touristischen Ausbildung in Österreich und dem hohen Potenzial der Einreicher.

"Der WienTourismus engagiert sich aktiv im Bereich der Aus- und Weiterbildung und unterstützt den Tourissimus als Plattform, die herausragenden Ideen eine öffentlichkeitswirksame Bühne bietet, sehr gerne", betont Norbert Kettner, Direktor des WienTourismus. "Wien versteht sich als smarte Stadt, und der WienTourismus arbeitet im Rahmen seiner Tourismusstrategie beständig daran, die Stadt noch smarter und damit auch als Reiseziel attraktiver zu machen. Dies lässt sich nur dann erreichen, wenn der Nachwuchsförderung ausreichend Aufmerksamkeit gezollt wird."

In der Kategorie "Tourissimus" konnte Barbara Plattner, Absolventin des Management Center Innsbruck (MCI), die Jury überzeugen und die Trophäe mit nach Hause nehmen. In ihrer Arbeit beschäftigte sie sich mit dem Thema "Produktentwicklung in alpinen Wintersportdestinationen". "Gerade in Zeiten des steigenden Wettbewerbsdrucks darf Produktentwicklung als essentieller Faktor zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit nicht einfach passieren, sondern muss strategisch geplant, gefördert und bewusst in die tägliche Arbeit im Tourismus integriert werden", erklärt die stolze Preisträgerin die Relevanz ihrer Arbeit.

Mit ihrer Masterarbeit zum Thema "Deal or no Deal für die Wiener Gastronomie", in der die Vorteile und Herausforderungen von gastronomischen Schnäppchenjägern diskutiert wurden, konnte Irene Bogner die Sonderkategorie "Städtepreis" für sich entscheiden. "Das Hyperwachstum der Deal-of-the-Day-Plattformen ist vorbei. Die Ansprache weiterer Zielgruppen, wie etwa Wien-Touristen oder Ausflügler, bietet den Plattformen die Möglichkeit, der Branche neue Impulse zu geben und die Mitgliederbasis zu erhöhen", erklärt die Preisträgerin den Hintergrund ihrer Arbeit.

"Die Forschungsarbeiten liefern interessante Handlungsempfehlungen für die touristische Praxis. Das Engagement der Nachwuchs-Wissenschaftler ist beeindruckend und die Qualität der Arbeiten überzeugt", zeigt sich der "Tourissimus"-Juryvorsitzende Wolfgang Kleemann von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) begeistert.

Als Preisträgerin des "TUI Nachhaltigkeitspreises" ging Sandra Hillerzeder von der FH Salzburg hervor, die bereits 2012 mit ihrer Bachelorarbeit diesen Forschungspreis abholen konnte. Ihre nun eingereichte Masterarbeit setzte sich mit dem Thema "Sustainable Destination" auseinander. "Ich analysierte in meiner Masterarbeit die Rolle von Nachhaltigkeitszertifikaten für Destinationen im Reiseentscheidungsprozess. Des Weiteren untersuchte ich welche Nachhaltigkeitsindikatoren den stärksten Einfluss auf die Destinationswahl haben.", erläutert die Siegerin.

Josef Peterleithner, von TUI Österreich und Juryvorsitzender in der Kategorie "TUI Nachhaltigkeitspreis" bemerkt anlässlich der Preisverleihung: "Seit über 20 Jahren setzt sich TUI aktiv für den Umweltschutz ein, welcher auch als Unternehmensgrundsatz verankert ist. Ziel von TUI ist es, die Umwelteinflüsse und sozialen Auswirkungen rund um die angebotenen Reisen kontinuierlich zu verbessern, denn eine intakte Umwelt und Gesellschaft sind natürliche Voraussetzungen für dauerhaft schöne Ferien. Es ist daher naheliegend, dass gerade TUI einen Nachhaltigkeitspreis vergibt." Als Jurorinnen und Juroren des "TUI Nachhaltigkeitspreises" fungierten weiters Siegfried Dillersberger (Stiftungsvorstand FH Kufstein), Thomas Sappl (Hotel Andreas Hofer Kufstein), Claudia Mössenlechner (MCI) und Alexandra Brunner-Sperdin (FH Kufstein). Die Jury zeigte sich von der wissenschaftlichen Leistung und Praxisrelevanz aller Arbeiten begeistert und betonte die Souveränität der Jung-Absolventinnen in der Präsentation.

Auch das Rahmenprogramm der Veranstaltung zog zahlreiche Gäste an. Die von Robert Kaspar moderierte Podiumsdiskussion zum Thema "Sport -Tourismus - Forschung. Gemeinsam für Nachhaltigkeit" mit LAbg. Siegfried Egger (ÖVP-Tourismussprecher), Anton Giger (ÖSV-Abteilungsleiter für Entwicklung, Forschung & Innovation), Johannes Kostenzer (Tiroler Landesumweltanwalt), Josef Margreiter (Geschäftsführer Tirol Werbung), Hansi Neuner (Geschäftsführer der Ötztaler Area47) und Dagmar Rubatscher (Klimabündnis Tirol) zeigte die vielfältigen Möglichkeiten des nachhaltigen Denkens und Handelns und führte zu einer spannenden Debatte der Diskutanten. Prof. (FH) Dr. Robert Kaspar, Studiengangsleiter Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement zieht Bilanz: "Es war beeindruckend zu sehen, wie eine Projektgruppe von vier Studierenden in den letzten 7 Monaten mit Energie und Präzision diese Veranstaltung an der FH Kufstein in Kooperation mit der ÖGAF geplant und organisiert hat und es ist eine Freude zu beobachten, dass das Ergebnis alle Stakeholder beeindrucken konnte".

Hans Schenner, Präsident der ÖGAF, zeigt sich erfreut über den positiven Verlauf der Veranstaltung und strich besonders die professionellen Auftritte der Finalistinnen hervor: "Die Leistung der Kandidatinnen hat gezeigt welch hohes Niveau in der Nachwuchs-Forschung im Tourismus vorherrscht. Es ist schön zu sehen, welche Talente in unserer Branche nachrücken."

Die Finalistinnen im Überblick:

Kategorie "Tourissimus"

1. Platz: Barbara Plattner, MA (MCI Innsbruck): Produktentwicklung in alpinen Wintersportdestinationen 2. Platz: Hannah Payer, MA (IMC FH Krems): Key Considerations for planning the European Capital of Culture 3. Platz: Irene Bogner, MA (FH Wien): "Deal-or-no-Deal" für die Wiener Gastronomie? 4. Platz: Elisabeth Kraft, MA (FH Joanneum): Kraftplätze - Naturräume als spirituelle Sphären des Gesundheitstourismus 5. Platz: Christina Kahlenbach, MA (FH Kufstein): Interkulturelle Begegnungen im Tourismus als Impuls für ein verbessertes interkulturelles Verständnis

Kategorie "TUI Nachhaltigkeitspreis"

1. Platz: Sandra Hillerzeder, MA (FH Salzburg): Sustainability for Destinations 2. Platz: Lisa-Maria Erbschwendtner, BA (FH Salzburg): Corporate Citizenship als Teilbereich eines strategischen CSR Konzepts bei Reiseveranstaltern 3. Platz: Stefanie Natascha Böck, BA (FH Salzburg): The invention- behavior gap regarding sustainable travel behavior 4. Platz: ZiQing Ye (FH Joanneum): Cultural impact of tourism in the Iban longhouse

Die 1972 gegründete Österreichische Gesellschaft für angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft (ÖGAF) ist ein unabhängiger und überparteilicher Verein mit Sitz in Wien, der sich dem Wissenstransfer zwischen Tourismus-/Freizeitforschung und Tourismuspraxis verschrieben hat. Durch umfassende Mitglieder-Services wie den ÖGAF-Tourismus-Newsletter, die Expertengespräche oder umfangreiche Schriftenreihen informiert die ÖGAF über neue Trends, Publikationen sowie Konferenzen und liefert aktuelle News aus der Tourismus-Branche. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem zahlreiche österreichische Bildungseinrichtungen (Schulen, Universitäten, Fachhochschulen), touristische Unternehmen, regionale und nationale Tourismusverbände und Destinationsmarketingorganisationen, Forschungseinrichtungen, Tourismus-Medien, NGOs, die Wirtschaftskammer sowie Privatpersonen.

Weitere Informationen und Fotos der Veranstaltung: www.oegaf.org

Rückfragen & Kontakt:

ÖGAF - Österreichische Gesellschaft für Angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft
Mira Oberkofler, BSc
Tel. 01 313 36-4581
Mail: mira.oberkofler@wu.ac.at
www.oegaf.org

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