Österreichs Tanzschulinhaber werden künftig zu Tanzmeistern

Wien (TP/OTS) - Professionalisierung des Tanzschulwesens durch Einführung der "Tanzmeisterausbildung" - Wirtschaftskammer verleiht über 130 Tanzmeisterurkunden an bereits bestehende österreichische Tanzschulen.

In Österreich, einem Land mit traditionell hoher Tanzkultur, sind die beruflich-fachlichen Voraussetzungen zur Führung einer Tanzschule seit jeher streng geregelt. Diese Ausbildung ist nun auf Grund der ÖNORM D 1150 über Mindestanforderungen an die Berufsausbildung von Tanzlehrern und Tanzmeistern weiter qualifiziert worden. Jene, die selbst eine Tanzschule führen wollen, müssen zukünftig nach der erfolgreich absolvierten Tanzlehrerprüfung und nach zwei weiteren Berufsjahren als Tanzlehrer ein Meistermodul am WIFI absolvieren, um diplomierter Tanzmeister zu werden. Insgesamt dauert die Berufsqualifikation für Tanzschulinhaber somit künftig insgesamt fünf Jahre.

"Dieses Qualifikationssystem garantiert die fachlich hochklassige Ausbildung von TanzschülerInnen durch geprüfte Tanzlehrer und diplomierte Tanzmeister", freut sich KommR Ing. Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien über die weitere Professionalisierung des Berufsstandes.

Zertifizierung von 133 Tanzschulinhabern als "Tanzmeister"

Auf Grund einer Sonderregelung in der Wiener Tanzlehrprüfungsverordnung steht die Berufsbezeichnung "Tanzmeister" auch allen österreichischen Tanzschulinhabern zu, die vor Inkrafttreten der neuen Bestimmungen ihre Berufsqualifikation erworben haben. Somit wurden 133 österreichischen Tanzschulinhabern am 23. April 2014 im Rahmen eines feierlichen Events in der Wirtschaftskammer Wien, veranstaltet von der Fachgruppe der Freizeit-und Sportbetriebe und dem Verband der Tanzlehrer Wiens, ihre Tanzmeisterurkunden verliehen. Überreicht wurden sie von Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und Spartenobmann KommR Ing. Josef Bitzinger und Obmann der Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe KommR Markus Grießler. Mailath-Pokorny sprach eine besondere Anerkennung dafür aus, dass in einer Zeit stetiger Deregulierungen sich eine Berufsgruppe zu noch anspruchsvolleren Zugangsregeln bekennt und dieses System auch in vorbildlichster Weise lebt.

Tanzlehrakademie als Ausbildungseinrichtung

Für die Tanzlehrakademie, die von allen BerufsanwärterInnen zumindest drei Jahre lang neben der praktischen Ausbildung in einer Tanzschule in Wien besucht werden muss, wurde eine von der Wiener Landesregierung genehmigte Ausbildungsordnung geschaffen, in der eine strenge Aufnahmeprüfung (Nachweis tänzerischer Kenntnisse) und Jahreszwischenprüfungen vorgesehen sind. "Die Tanzlehrakademie des Verbandes der Tanzlehrer Wiens sowie die Prüfung absolvieren österreichweit alle BerufsanwärterInnen in Wien, wobei die theoretischen Fächer wie Rechtskunde oder politische Bildung am WIFI unterrichtet werden" so Karin Lemberger, Präsidentin des Wiener Tanzlehrerverbandes. Künftige Tanzmeister müssen nach der erfolgreich bestandenen Tanzlehrprüfung noch zwei Semester der Tanzmeisterausbildung anhängen, um damit die Qualifikation zur Führung ihres eigenen Tanzschulunternehmens zu erlangen.

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