Kärnten Werbung: Tourismus wehrt sich gegen Kürzungen

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Bereits 2010 wurde das Budget der Kärnten Werbung von 12,7 Mio. Euro auf 10 Mio. Euro gekürzt. Jetzt sollen mit den Geldern der Betriebe Budgetlöcher gestopft werden. Die Tourismusverbände, die sich dagegen wehren würden, werden aus den Gremien der Kärnten Werbung ferngehalten.

"Das Budget der Kärnten Werbung wird zu 100 % von den Betrieben finanziert. Im Gegensatz zu Tirol oder Salzburg trägt das Land keinen Euro dazu bei, und will sich jetzt aus den Geldern der Betriebe bedienen", wehrt sich die Vorsitzende der ÖHV Kärnten, Heidi Schaller, gegen die Kürzung des Budgets der Kärnten Werbung. Das könne nur der Fall sein, wenn die Beiträge der Betriebe gesenkt werden.

Budget der Kärnten Werbung: Nein zu Halbierung gegenüber 2009!

Diese "Strategie" der Landesholding läuft darauf hinaus, Marktanteile und Wertschöpfung zu verschenken. Das ist weder im Sinne der Hotellerie noch des Landes. Um dem entgegenzuwirken, fordert Schaller mehr Mitsprache für die Tourismusverbände - wie von der Politik versprochen und in anderen Ländern längst gelebt: "Uns wurde viel von einer neuen Kultur der Entpolitisierung versprochen. Wo bleibt die Umsetzung?" Die Tourismusverbände warten seit Jänner auf eine Antwort, wann sie Anteile der Landesholding übernehmen können. Die Zeit drängt, denn die Verbände sind als Garant für eine wirtschaftliche und zukunftsorientierte Tourismuspolitik unverzichtbar: "Der Beweis ist erbracht, man sieht, was sonst passiert." Die Zweckentfremdung der Beiträge würde darauf hinauslaufen, dass das Budget der Kärnten Werbung gegenüber 2009 halbiert wird.

Tourismus schafft auch in der Krise Arbeitsplätze

Dabei trägt der Tourismus mehr als 17 % zur Kärntner Wertschöpfung bei - im Vergleich zu anderen Branchen auch in der Krise sehr stabil:
650 Arbeitsplätze haben Kärntens Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe seit 2008 geschaffen. Das ist ein Plus von 5 %. Dem steht der Verlust von 2004 Arbeitsplätzen in der Gesamtwirtschaft gegenüber: "Weit mehr Arbeitsplätze wären verloren gegangen, hätten die Tourismusbetriebe den Karren nicht aus dem Dreck gezogen. Der letzten Kärntner Konjunkturlokomotive den Boden unter den Füßen wegzuziehen wäre sehr kurzsichtig", warnt Schaller vor übereilten Handlungen.

Zukunft des Tourismus ist Zukunft von Arbeitsplätzen

Im Gegenteil sollte die Landesholding verstärkt in Tourismusinfrastruktur und -forschung investieren: "Wenn wir mehr Wertschöpfung im Land wollen, müssen wir den Fokus auf die Branchen legen, die hier Abgaben und Lohnnebenkosten zahlen und Arbeitsplätze schaffen. Und das ist nun einmal der Tourismus", so Schaller. Denn auch andere Branchen profitieren von den Gästeausgaben: Die Tourismusbetriebe vergeben 80 % ihrer Investitionsaufträge an Betriebe im Umkreis von 90 km. "Sparen ist gut, aber wenn, dann am richtigen Platz", fordert Schaller Perspektiven für Kärntens Tourismus ein. Unterstützung fordert sie von der Gewerkschaft: "Hier geht es um Arbeitsplätze in Kärnten."

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