Nächtigungsrückgang: ÖHV warnt vor Preissenkungen und Arbeitsplatzverlusten

Internationale Werbeoffensive gegen Nächtigungsrückgänge aus dem Ausland

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Im Mai fehlten in Österreich über 600.000 Gästenächtigungen aus dem Ausland. Dahinter steckt mehr als die Verschiebung einiger Feiertage.

Unerwartet stark fallen die Nächtigungsrückgänge aus den internationalen Märkten in Österreich aus. Die Verschiebung einiger Feiertage lassen Michaela Reitterer und Mag. Gregor Hoch, die Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), nicht gelten: Pfingsten und Fronleichnam fielen auch in Österreich in den Juni - und die Nächtigungen aus Österreich nahmen zu. Vielmehr brauche es mehr internationale Tourismuswerbung, so der eindeutige Befund. Hier liege der Schlüssel zu mehr Wertschöpfung, wie der Tourismusbericht des Wirtschaftsministeriums bestätigt.

Österreich bleibt das beliebteste Reiseziel für Österreicher, im Ausland muss mehr geworben werden.
Die Grafik finden Sie hier zum Download:

http://www.tourismuspresse.at/redirect/oehvgrafik

Gute Werbung ist die beste Investition

Im Mai fehlten gegenüber dem Vorjahr 634.000 Nächtigungen aus dem Ausland, mehr als im Burgenland und Vorarlberg zusammen verzeichnet wurden. Seit Jahresbeginn fehlen 2,2 Mio. Nächtigungen. Besonders schmerzhaft: der vom IHS beim ÖHV-Hotelierkongress prognostizierte Rückgang auf dem wichtigen deutschen Markt. "Darauf hätte man reagieren müssen", konstatiert Reitterer.

Jeder Euro für die ÖW bringt 2,5 x 110 Euro

Noch ist es nicht zu spät, doch jetzt sind rasche Maßnahmen gefordert. "Sonst sinken auch Preise und Beschäftigung. Das können wir uns nicht leisten", erklärt Hoch. Jeder Euro für die Österreich Werbung bringt 2,5 Nächtigungen, pro Nächtigung geben Gäste im Durchschnitt 110 Euro aus. Das Budget der Österreich Werbung, des Flaggschiffs der heimischen Tourismuswirtschaft, sinkt aber real seit 15 Jahren, in Summe um ein Drittel. "Da wird auf dem Rücken der Tourismusbetriebe und ihrer Mitarbeiter gespart. Wer glaubt, dass sich das nicht auswirkt, irrt gewaltig", warnt Reitterer.

Internationale Tourismuswerbung forcieren, nicht zurückfahren

"Wer den Tourismus im Export, bei der Bewerbung und im Markenkern vernachlässigt, setzt Arbeitsplätze im Tourismus aufs Spiel", warnt Hoch. Die Nachfragelücken aus Deutschland, den Niederlanden, Russland und Großbritannien müssen rasch gefüllt werden. Neben mehr Mitteln für die Internationalisierung fordert die ÖHV Visa-Erleichterungen und mehr Direktflüge in den arabischen Raum.

Der Tourismus, der Leistungsträger der österreichischen Wirtschaft

Mit einem Plus von 4.000 Arbeitsplätzen hat der Tourismus im Vorjahr mehr Jobs geschaffen als jede andere Branche. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl um 25 % (in der Gesamtwirtschaft um 10 %). Österreichweit beschäftigt der Tourismus 230.000 Mitarbeiter. Die ÖHV vertritt als unabhängige Interessenvertretung mehr als 1.250 Betriebe: ein Rekord. Mit rund 160.000 Betten haben ihre Mitglieder rund zwei Drittel der 4- und 5-Sterne-Betten Österreichs für ihre Gäste im Angebot. Pro Jahr erwirtschaften die ÖHV-Betriebe etwa 3 Mrd. Euro, alle Tourismus- und Freizeitbetriebe zusammen 15 % des Bruttoinlandsprodukts.

Weitere Pressemeldungen und Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

Martin Stanits
Leiter Public Affairs & Public Relations
Tel.: +43 (0)1 533 09 52 - 20
E-Mail: presse@oehv.at
www.oehv.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | T150002