ÖHV: Tirols Wachstumsmotor Tourismus nicht gefährden

"Lederhosen-Alarm"

Wien (TP/OTS) - ÖHV-Präsident Gregor Hoch fordert mehr Fokus auf Wertschöpfung im Tiroler Tourismus. Die Probleme der Industrie dürfen nicht Arbeitsplätze in der Branche und darüber hinaus gefährden.

"Abgesehen davon, dass Lederhosen großartig sind: Den Tiroler Tourismus darauf zu reduzieren, ist falsch", erklärt Mag. Gregor Hoch, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Tirols Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer forderte wegen eines Exportrückgangs um 2 % mehr Aufmerksamkeit für die Probleme der Tiroler Industrie. Die Tiroler Nächtigungen gingen im vergangenen Winter um 3,4 % zurück, im Mai sogar um 16,8 %: "Da ist der Handlungsbedarf viel höher. Das ist offensichtlich." Österreich ist Tourismusweltmeister, Tirol mit einem Drittel aller Nächtigungen das Synonym für eine international erfolgreiche Dachmarke. Unbedachte Kritik an einer emotional so aufgeladenen Marke kann enorm schaden.

Nicht Branchen gegeneinander ausspielen

Dabei teilt Hoch Bodenseers Analyse: Lohnnebenkosten, Steuern und Bürokratie sind zu hoch: "Den Tourismus mit seinen vielen Mitarbeitern trifft das am stärksten." Die richtige Schlussfolgerung daraus kann aber nur sein, Belastungen zu senken - und zwar für alle. Branchen gegeneinander auszuspielen ist inakzeptabel: "Der Interessenausgleich darf nicht auf Kosten des Tourismus gehen." Tirol ist geprägt von Gewerbegebieten und erfolgreichen Tourismusdestinationen. Dieses Erfolgskonzept will Hoch nicht aufs Spiel gesetzt sehen: "Wir müssen die Balance wahren, den Tourismus forcieren. Stillstand würde Rückschritt bedeuten."

Aktiv gegen Nachfragerückgänge

Wirtschaftspolitik muss Wertschöpfung steigern. Der Tourismus ist der ideale Hebel: Nicht nur in Hotels, Restaurants, Reisebüros, Skigebieten, Konferenzzentren, Verkehrsbetrieben und im Handel entstehen Arbeitsplätze. Auch Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft profitieren massiv von Aufträgen. "Der Tourismus ist ein Wertschöpfungsmultiplikator", erklärt Hoch. Besonders die Nachfrage im Qualitätssegment soll forciert werden: "Hier entsteht die meiste Wertschöpfung." Für Einsparungen bei der Bewerbung dürfe es keine Rückendeckung aus der Wirtschaft geben.

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