WKÖ-Tourismus: Gelungener Sommerstart dank gutem Juni-Ergebnis

Nocker-Schwarzenbacher zur bisherigen Sommervorsaison:" Sehr erfreulich - aber ein guter Juni alleine macht noch keinen Sommer"

Wien (TP/OTS) - Wie die Statistik Austria heute, Montag, bekannt gab, kann sich die heimische Tourismuswirtschaft in der bisherigen Sommersaison (Mai und Juni 2014) mit 16,72 Millionen Gästenächtigungen über ein Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zu demselben Zeitraum des Vorjahres freuen. Die Zahl der Nächtigungen der ausländischen Gäste ist dabei um 4,3 Prozent auf 10,07 Millionen gestiegen, bei den inländischen Gästenächtigungen wurde sogar ein Zuwachs von 5,4 Prozent auf 6,02 Millionen verzeichnet. Damit konnte in der bisherigen Sommervorsaison ein neuer Nächtigungsrekord eingefahren werden. Im Juni 2014 wurden 10,05 Mio. Übernachtungen registriert, was einem Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Juni 2013 entspricht. "Diese Ergebnisse sind natürlich sehr erfreulich und haben unsere Hoffnungen auf einen guten Sommerstart sogar übertroffen", kommentiert Petra Nocker- Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) die aktuellen Zahlen. Dennoch mache ein guter Juni alleine noch keinen Sommer, warnt die WKÖ-Tourismus-Sprecherin vor verfrühter Euphorie. "Auch wenn die Nächtigungen jetzt gut sind, so hinken die Umsätze doch hinterher. Vor allem bei den Tagesausflüglern sehe ich noch Potenzial ", so Nocker- Schwarzenbacher.

Zu verdanken sei das Rekordhoch vor allem dem späten Pfingsttermin im Juni, womit der schwache Mai wieder wettgemacht werden konnte, der durch die Verschiebung der Feiertage einen Einbruch erleben musste, analysiert Nocker-Schwarzenbacher. Zudem gehen viele Betriebe in Richtung Ganzjahresbetrieb, wodurch auch die Bedeutung der Nebensaisonen steigt. "Wenn im Mai und im Juni Wachstum vorhanden ist, ist dies erfreulich, aber die "wahren" Sommer-Ferien-Monate sind immer noch der Juli und der August und diese entscheiden auch über etwaigen Jubel", betont Nocker- Schwarzenbacher.

Insgesamt verzeichnen alle Bundesländer bei den Übernachtungsergebnissen Mai- Juni 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Aufwärtstrend. Markant sind die Zuwächse aus Italien, mit plus 18 Prozent (+ 40.600 Nächtigungen), der Tschechischen Republik mit einem Plus von 18,7 Prozent (+ 29.300 Nächtigungen) und den USA (Plus 10,9 Prozent oder rund 32.700 Nächtigungen).

Positiv für Nocker-Schwarzenbacher: Die negative Zwischenbilanz im Mai, vor allem beim wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland, konnte für den Zeitraum Mai und Juni 2014 mit einem Plus von 3,8 Prozent oder 209.200 Nächtigungen wieder relativiert werden. "Deutschland ist und bleibt unser wichtigster Herkunftsmarkt. Deshalb freut es mich, dass es gerade wieder unsere deutschen Nachbarn sind, die Österreich die Treue halten."

Eine Prognose für die Monate Juli und August wäre zum aktuellen Zeitpunkt - auch aufgrund der immer kurzfristigeren Buchungen der Gäste - nicht seriös, so die WKÖ-Tourismusobfrau. "Das Buchungsverhalten hat sich stark verändert: Während die Gäste früher bei jedem Wetter kamen, buchen die Urlauber, aufgrund von jederzeit abrufbaren aktuellen Wetterberichten viel kurzfristiger." Dennoch zeigt sich Nocker Schwarzenbacher vorsichtig optimistisch: "Die Investitionen der vergangenen Jahre in Freizeiteinrichtungen, innovative Projekte und die Qualität unserer Beherbergungsbetriebe sind merklich spürbar. Diese Qualität und Vielfalt im touristischen Angebot weiß der Gast zu schätzen", zeigt sich Nocker-Schwarzenbacher abschließend überzeugt."

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus- und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP.

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