Standortpolitik der Zukunft setzt auf Dienstleistung

Produktion wandert ab

Wien (TP/OTS) - ÖHV: Der Wandel von der Industrie zur Dienstleistungsgesellschaft nimmt immer mehr Fahrt auf, auch Traditionsbetriebe wie Niemetz wandern ab, Staud überlegt. Die Politik müsse umdenken, erklärt ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer:
Investiert werden sollte in Zukunftsbranchen - und das sind die Dienstleister.

Zwei Drittel der österreichischen Wertschöpfung stammen aus der Dienstleistung, ein Drittel teilen sich Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft. Und der Stellenwert der Dienstleister nimmt weiter zu: Wie die Statistik Austria gestern mitteilte, sind 85 % aller Neugründungen Dienstleister. "Und die haben einen unheimlichen Vorteil: Sie schaffen Arbeitsplätze vor Ort und drohen auch nicht mit Abwanderung", erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV).

Reisende nicht aufhalten: Touristen nach Wien holen

Reitterer fordert ein Umdenken in der Standortpolitik: "Reisende soll man nicht aufhalten. Und bei Betrieben, deren Abwanderungspläne wohl durchdacht sind, wird das auch nicht gelingen", erklärt Reitterer und wünscht sich als neues Konzept eine offensive Herangehensweise: "Weinen wir nicht diesen Jobs nach, schaffen wir neue. Gehen wir verstärkt auf Geschäftsfelder, auf denen wir langfristig Erfolg haben. In der Dienstleistung." Anstatt in abwandernde Branchen zu investieren soll Wien auf Einnahmen in Boom-Branchen setzen, so die ÖHV-Präsidentin.

Unaufhaltsamer Trend: 83 % der Wertschöpfung durch Dienstleister

Der Anteil der Dienstleistung an der Wiener Wertschöpfung steigt:
laut Daten der Statistik Austria von Juli 2014 von 79,6 % im Jahr 2005 auf 83,4 % im Jahr 2011. "Und das ist gut, denn in unseren Betrieben entstehen Arbeitsplätze. Das ist ein Geschäft für die Stadt", so Reitterer.

Sichere Jobs für alle

Unterstützung erwartet Reitterer von der Gewerkschaft: "Setzen wir auf das Siegerpferd, schaffen wir Jobs, die bleiben", so Reitterer. Wiens Hotellerie bietet Ganzjahresarbeit mit Standortgarantie und zwar - ein ganz klarer Vorteil für die Mitarbeiter - für alle, von der Hilfskraft bis hin zum Akademiker: "Alle Betriebe brauchen saubere Zimmer, eine saubere IT-Infrastruktur und viele Mitarbeiter. Wir expandieren und vor allem: Wir bleiben hier", so Reitterer. So wichtig der Tourismus als Arbeitsplatzmotor ist: Selbstläufer ist er keiner: "Im Gegenteil, der Wettbewerb um die Gäste wird härter. Wir brauchen eine offensive Strategie, um Wien noch besser zu positionieren - Stichwort dritte Piste und Sonntagsöffnung".

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