Nocker-Schwarzenbacher: Juli-Wetter machte dem Tourismus Strich durch die Rechnung

WKÖ-Tourismus-Obfrau: Mit Trend zu Ganzjahrestourismus am richtigen Weg - Nebensaisonen tragen verstärkt zur Stabilisierung der Nächtigungsentwicklung bei

Wien (TP/OTS/PWK565) - Wie die Statistik Austria heute,
Donnerstag, bekanntgab, wurden für den diesjährigen, vergleichsweise sonnenarmen und regenreichen Juli 14,72 Millionen Nächtigungen registriert, was gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres einer Abnahme von 4,9 Prozent entspricht. Die Zahl der Nächtigungen ausländischer Gäste sank um 5,8 Prozent, bei den inländischen Gästenächtigungen war ein Minus von 2,6 Prozent zu verzeichnen. "Im Juli hat uns das Wetter im wahrsten Sinne des Wortes einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dass wir von Mai bis Juli dennoch mit einem leichten Plus aussteigen, zeigt uns auf, dass die Nebensaisonen immer stärker zur Stabilisierung der Nächtigungsentwicklung beitragen müssen. Die Entwicklung unserer Betriebe in Richtung Ganzjahrestourismus ist daher der richtige Weg", kommentiert die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Petra Nocker- Schwarzenbacher.

Starke Vorsaison bringt leichtes Plus von Mai bis Juli

Insgesamt konnte die erste Hälfte der Sommersaison 2014 (Mai bis Juli) aufgrund der starken Nächtigungsentwicklung der Sommervorsaison-Monate Mai und Juni, die mit einem Plus von 5 Prozent einhergingen, positiv resümieren. Es wurden von Mai bis Juli 2014 31,49 Millionen Nächtigungen gemeldet, was gegenüber dem Zeitraum des Vorjahres einer leichten Zunahme von 0,2 Prozent entspricht. Der Rückgang bei der für Österreich wichtigsten Gästegruppe, den deutschen Gästen im Juli, mit einem Minus von 11,9 Prozent sei zwar schmerzlich, so Nocker-Schwarzenbacher, aber vor allem auch auf den verspäteten Ferienbeginn in einigen deutschen Bundesländern zurückzuführen. Die Bundesländerdaten zeichnen ein sehr differenziertes Bild der Entwicklung. Während sich Wien und Niederösterreich mit einem Nächtigungs-Plus von 5,7 bzw. 5,3 Prozent von Mai bis Juli gut behaupten konnten, musste Kärnten ein Minus von 4,7 und Vorarlberg ein Minus 2,2 verkraften. Alle anderen Bundesländer konnten mit kleinen Schwankungen das Vorjahresergebnis halten.

Nocker-Schwarzenbacher: Wettermäßig war heuer nur auf den Regen Verlass

Nocker-Schwarzenbacher: "Das heurige Jahr zählt für die Tourismuswirtschaft bis dato sicherlich nicht zu den besten. Die Höhen und Tiefen des Wetters spiegeln sich auch in den Nächtigungszahlen wider." Die WKÖ-Branchensprecherin analysiert: "Es muss mehrere Tage hindurch schön sein, damit viele Leute buchen, gerade da die Buchungen immer kurzfristiger erfolgen. Eine stabile Wetterprognose von Sonne und 30 Grad für die ganze Woche hat uns bis jetzt eindeutig gefehlt. Wettermäßig war nur auf den Regen so richtig Verlass. Für Jubel ist heuer leider kein Platz."
Dies spiegelt sich auch in einer ersten Prognose Nocker-Schwarzenbachers für den Saisonabschluss wider: "Auch wenn uns laut langfristiger Wetterprognosen ein 'goldener Herbst' mit vielen Sonnentagen bevorstehen soll, so werden mögliche kurzfristige Buchungen die Zahlen nicht mehr retten können." Umso mehr begrüße sie die neue Kampagne der Österreich Werbung (ÖW) "Entdecke den Herbst für dich. - Urlaub in Österreich". "Die ÖW-Herbst-Kampagne wird uns sicherlich unterstützen, die Nachfrage nach ganzjährigen attraktiven Angeboten zu steigern", so Nocker-Schwarzenbacher abschließend.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP. (ES)

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