Arbeitsmarktdebakel verhindern: Anstieg der Arbeitslosigkeit im Winter programmiert

Wien (TP/OTS) - ÖHV: In den vergangenen Jahren haben neue Arbeitsplätze im Tourismus den Arbeitsplatzabbau in anderen Branchen abgefangen. Damit könnte jetzt Schluss sein. Für den Arbeitsmarkt wäre das fatal. Die Politik ist gefordert.

Die Arbeitslosenzahlen steigen. Die Industrie setzt auf Kurzarbeit, die Banken bauen in den nächsten Jahren massiv Personal ab. Entstehen gar keine neuen Arbeitsplätze? Dieser Eindruck täuscht: Die Hotellerie schafft Monat für Monat neue Arbeitsplätze. In der Hotellerie gab es im September um 13,6 % oder 1.680 offene Stellen mehr, in der Gesamtwirtschaft um 0,5 % weniger.

Jobwachstum im Tourismus gefährdet

Den Trend sieht Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) gefährdet: "Wenn jetzt nicht ein Hammer-Winter mit mehr Nachfrage kommt, werden Investitionen reduziert und verschoben. Neue Mitarbeiter werden nur mehr in Regionen mit einer Top-Performance eingestellt."

Tourismus rettet Krisenländer

International ist das anders: In Italien, Spanien, Griechenland und Zypern hat sich der Tourismus am schnellsten erholt. In keiner Branche entstanden so viele Arbeitsplätze. Der Tourismus ist in ganz Europa ein wichtiger Jobmotor.

Politik für Branchen, die Jobs schaffen!

Rätselhaft ist, warum Österreichs Tourismus-Gewerkschaft nichts für ihre Mitglieder tut: "Die Industrie-Gewerkschaft setzt Millionen zur Rettung von Arbeitsplätzen durch - siehe Kurzarbeit. Die Tourismusgewerkschaft setzt alles daran, Arbeitgebern die Anstellung neuer Mitarbeiter zu erschweren", verweist Reitterer auf das geplante Bonus-Malus-System: Wer junge Mitarbeiter einstellt, wird künftig bestraft. Dringend notwendige Veränderungen bei den Kollektivverträgen und beim Arbeitszeitgesetz werden blockiert, die Branche von der Gewerkschaft schlechtgeredet.

Schlägt die Vermögenssteuer zu, bleibt kein Arbeitsplatz über

Die ÖHV vertritt 1.300 Hotels, vor allem mittelständische Betriebe, mit mehr als 40.000 Mitarbeitern. Die will Reitterer vor den ÖGB-Plänen schützen. Denn eines ist mittlerweile klar: Die Gewerkschaft will den Arbeitgebern an die Substanz - und das wird Arbeitsplätze kosten: "Die Ergebnisse sind knapp. Wenn die Gewerkschaft da zuschlägt, bleibt nichts mehr übrig. Das wäre das Ende unserer Familienbetriebe und des Tourismus, wie ihn unsere Gäste kennen und lieben!"

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