Top-Hoteliers analysierten Tourismusgesetz

Wien (TP/OTS) - Das neue Tourismusgesetz war Thema beim hotel.dialog der ÖHV in Bad Tatzmannsdorf. ÖHV-Vizepräsident Jandl fordert konkrete Maßnahmen für 2015. Die vom Bund geplante Ausbildungspflicht bis 18 lehnt er ab und will stattdessen an einem Modell für die Ausbildungsgarantie mitarbeiten.

Vor 20 Jahren noch Ziel 1-Gebiet, ist das Burgenland heute eine Vorzeigeregion. Viel dazu beigetragen hat der Tourismus. Durch Gäste-Ausgaben entstehen Arbeitsplätze in Hotels, bei Zulieferern und Auftragnehmern. Spitzenvertreter der Branche haben beim hotel.dialog der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) im Avita-Resort in Bad Tatzmannsdorf analysiert, wie die Entwicklung mit dem neuen Tourismusgesetz weitergeht.

Schlagkräftige Tourismusorganisationen, konkrete Maßnahmen für 2015

"Der Tourismus birgt enorme Chancen für das Land. Die dürfen wir nicht verbauen, sondern ausbauen und nützen. Maßgeblich wird sein, wie sich die Tourismusverbände neu formieren", erklärt ÖHV-Vizepräsident Bert Jandl. Jetzt müssen schlagkräftige Verbände etabliert werden, ist Jandl überzeugt. Zusätzlich müsse die Landestourismusorganisation eine ambitionierte Strategie für 2015 und darüber hinaus konkrete Maßnahmen und Ziele formulieren. "Die Umsetzung muss einer kritischen Evaluierung standhalten. Der Maßstab dafür ist die Wertschöpfung", erklärt Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der ÖHV.

Ja zur Ausbildungsgarantie, nein zur Ausbildungspflicht bis 18

Die von der Bundesregierung geplante Ausbildungspflicht bis 18 lehnt Jandl ab: "Zwang führt zu Frust. Wer mit 16 nicht mehr lernen will, soll arbeiten dürfen. Das würde allen helfen, auch den Schulen." Die Ausbildungsgarantie sollen Politik und Betriebe gemeinsam weiterentwickeln: "Wir stellen uns dieser Verantwortung, wollen die betriebliche Ausbildung forcieren." Ziel ist ein Ausbildungssystem, das den Anforderungen der Zeit entspricht: "Die Jugendlichen, das technische Umfeld, die Betriebe verändern sich rasant. Das ist in Deutschland genauso, aber dort ist man besser darauf eingestellt." Dort steigt das Gros der Lehrlinge nach dem Abitur in die betriebliche Ausbildung ein und bringt ganz andere Voraussetzungen mit - ohne Zwang.

2/3 der Hotels suchen noch Mitarbeiter

Wo der Tourismus in Österreich floriert, ist die Arbeitslosigkeit niedrig. Großinsolvenzen kennt die Branche nicht - sie bietet sichere Arbeitsplätze für alle, von der Hilfskraft bis zum Akademiker. In keiner anderen Branche entstehen so viele Arbeitsplätze. Einer aktuellen ÖHV-Umfrage zufolge suchen zwei von drei Hotels noch Mitarbeiter für die Wintermonate: "Von der Hilfskraft bis zum Customer Service mit Fremdsprachenkenntnissen: Wer einen Job sucht, sollte sich jetzt bei den Top-Betrieben melden: Diese Arbeitgeber machen sich in jedem Lebenslauf gut", so Gratzer.

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