Finanzminister Schelling zur Mehrwertsteuer im Tourismus

WKÖ Nocker-Schwarzenbacher: Ein klarer Zwischenerfolg für unsere Branche!

Wien (TP/OTS) - Absolut positiv kommentiert die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Petra Nocker-Schwarzenbacher die heute, Samstag, von Finanzminister Schelling im Ö1 Mittagsjournal getätigte Aussage, wonach der Mehrwertsteuersatz von 10 Prozent in der Beherbergung nicht angehoben wird: "Wir in der Wirtschaftskammer, unsere WKO-Fachverbände Hotellerie und Gastronomie, haben sofort reagiert, sich als Interessenvertretung stark gemacht und waren erfolgreich!" Gleichzeitig weist die WKÖ Tourismusspartenobfrau darauf hin, dass sie sich nun Klarstellung für alle Branchen des Tourismus erwarte:
"Wir vertreten nicht nur die Hotellerie, sondern auch die Gastronomie und die Freizeitbetriebe."

EU empfiehlt ermäßigte Mehrwertsteuersätze im Tourismus

In diesem Zusammenhang weist Nocker-Schwarzenbacher darauf hin, dass die EU ihren Mitgliedsstaaten bei arbeitsintensiven Dienstleistungen ermäßigte Mehrwertsteuersätze empfiehlt. So haben Kommission, Rat, Parlament sowie Wirtschafts- und Sozialausschuss der EU laut EU-Richtlinie 2009/47/EG vom 5. Mai 2009 im Artikel 12 "Beherbergung, Restaurant und Verpflegung" dezidiert erwähnt. Argumentiert wird dies seitens der EU mit der Schaffung von Arbeitsplätzen bei geringen Auswirkungen auf den Binnenmarkt.

Neben Österreich verfügt die Hotellerie in weiteren 23 von 28 EU-Staaten über einen solchen ermäßigten Satz. In 14 EU-Staaten liegt dieser sogar unter dem österreichischen Wert von aktuell 10 Prozent, in Deutschland zum Beispiel bei nur 7 Prozent. "Wir reden hier nicht von Steuerprivilegien für den heimischen Tourismus, sondern von Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und über die Arbeitsplätze für unsere über 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hotel- und Gastgewerbe. Auch wenn wir uns ab und zu über EU-Vorschriften ärgern, aber in dieser Frage wäre ein österreichisches Inseldenken eine totale strategische Fehlentscheidung", so Nocker-Schwarzenbacher abschließend.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. (WZ)

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